Gepflegter Friedhof: Ehrenamtliche leisten ihren Beitrag

Die ehrenamtliche Helfergruppe sorgt für ein gepflegtes Bild auf dem Everloher Friedhof.Auf der  Rasenfläche an der Stele sind Urnenbestattungen möglich.Wilhelm Trümner (von links), Lutz Schwarz und Armin Jeschonnek an neuer Friedhofsmauer.

Everloh. 

„Drei- bis viermal im Jahr sind wir zum ehrenamtlichen Arbeitseinsatz auf dem Everloher Friedhof. Es gibt dann immer viel zu tun, um das gepflegte Bild und würdevolle Aussehen des Friedhofes zu erhalten“, sagt Lutz Schwarz. So waren wieder ehrenamtliche Helfer einen Vormittag lang im Einsatz, um die Kanten zwischen Rasenflächen und Wegen freizulegen und zu versäubern, Wildkräuter und Laub zu beseitigen, Efeu vor der Friedhofskapelle zurückzuschneiden, das Ehrenmal vom grünen Moosbelag zu befreien und die Kieswegen zu harken. „Zu unserer Gruppe gehören bis zu vierzehn Altherren aus Everloh. Wir kümmern uns um unseren Friedhof“, so Lutz Schwarz, der die ehrenamtliche Verwaltung des kirchlichen Friedhofes für die Everloher Kapellengemeinde übernommen hat. Der Everloher Friedhof gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kapellengemeinde Everloh. Die Mithilfe der ehrenamtlichen Friedhofspfleger hat auch einen finanziellen Hintergrund: Dadurch können die Kosten regelmäßige Pflegearbeiten gesenkt werden, die sonst auf die Friedhofsgebühren umgelegt werden müssten.

Kapellenvorstandsvorsitzender Wilhelm Trümner und sein Stellvertreter Armin Jeschonnek machen auf ein anderes Projekt aufmerksam. Auf der Nordseite des Friedhofes musste eine neue Mauer auf einer Länge von 11,50 Metern gebaut werden. Durch eine Erdaufschüttung auf dem Nachbargrundstück war Feuchtigkeit in das Fundament der Mauer eingedrungen. Durch die Aufschüttung entstand weiter ein Erddruck auf die Mauer, die dadurch in Schieflage geraten war. Aus Verkehrssicherungspflicht musste der gefährdete Abschnitt vor der Mauer gesperrt werden. Die neue Mauer steht auf einem erhöhten Fundament und passt sich mit ihrer Ziegelsteinstruktur in die vorhandene Friedhofsmauer ein. Die neue Mauer kostete der Everloher Kapellengemeinde rund 10.000 Euro.

„Wir müssen uns auch dem demografischen Wandel in der Gesellschaft stellen und neuen Ansprüchen in der Bestattungskultur nachkommen“, sagt Kapellenvorstandsvorsitzender Wilhelm Trümner. Deshalb hat die Kapellengemeinde ein Rasenfeld für die Beisetzung von sechzehn Urnen vor der Kapelle angelegt. Im Mittelpunkt des Urnenfeldes steht eine Stele aus Granitstein. Auf der Stele werden Namenstafeln mit Vor- und Zunamen, Geburtsdatum und Sterbedatum angebracht. „Auf einem kirchlichen Friedhof sind anonyme Bestattungen ausgeschlossen. Jeder Familienangehörige und Besucher sollen die letzten Ruhestätten auffinden können“, so Lutz Schwarz.
Mit seinen verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten zeichnet sich der Everloher Friedhof durch einen weiteren Vorteil aus. Genau vor dem schmiedeeisernen Eingangstor befindet sich die Bushaltestelle der Linienbusse, so dass der Friedhof von Angehörigen und Besuchern gut erreichbar ist.

 

 

we, 26.09.2016, 13:15
Redakteure CON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?