Landwirtschaftsminister Christian Meyer informiert über TTIP

Landwirtschaftsminister Christian MeyerGaronne van der Made (von links), Heinz Strassmann, Eva Kiene-Stengel, Minister Christian Meyer und Nicole van der Made

Gehrden. 

Das Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP) zwischen der Europäischen Union und USA birgt zahlreiche Risiken für Mensch und Umwelt. Informationen aus erster Hand erhielten die Teilnehmer einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung von Landwirtschaftsminister Christian Meyer, der auf Einladung der Gehrdener Grünen in den Bürgersaal gekommen war.

Das Freihandelsabkommen kann nicht nur mit seinen Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft betrachtet werden. Vielmehr berührt es zahlreiche Lebensbereiche. Vordergründig wird über die Nachteile für die Landwirtschaft diskutiert. Durch TTIP können massenhaft billige Lebensmittel von amerikanischen Industriefarmen den europäischen Markt überschwemmen. Die amerikanischen Farmer produzieren auf riesengroßen Flächen riesige Mengen, die zum günstigen Preis auf den europäischen Agrarmarkt gelangen könnten. Dadurch werden die hiesigen kleinbäuerlichen Betriebe im Vergleich zur USA und besonders auch ökologische Erzeuger unter einen massiven Preisdruck gesetzt und in ihrer Existenz gefährdet. Landwirtschaftsminister Christian Meyer nannte noch viele weitere Beispiele, wie TTIP den Alltag für die Verbraucher nachteilig verändern könnte. Dazu gehören auch Ernährung, Textilien, Kosmetika, Umwelt- und Artenvielfalt, aber auch die öffentliche Daseinsvorsorge, Energie und Klima, letztlich auch Arbeitsplätze und Arbeitsstandards durch den Wettbewerbsdruck von amerikanischen Investoren auf dem europäischen Markt.
„Die Grünen in den Länderparlamenten wollen geschlossen gegen TTIP stimmen und alles daran setzen, dass das Freihandelsabkommen nicht nach Europa kommt“, fasste Nicole van der Made zusammen, die den Gesprächsabend mit Landwirtschaftsminister Christian Meyer im Gehrdener Bürgersaal moderierte.

we, 11.08.2016, 14:06
Redakteure CON

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