Lemmier Feuerwehrhaus platzt aus allen Nähten

Lemmie. 

Anschaulich schilderte Ortsbrandmeister Frank Gottschalt die beengten Platzverhältnisse im Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Lemmie. Ein Lagerraum im Dachgeschoss der Fahrzeughalle ist nur durch geübtes Klettern von außen zu erreichen. Die Fahrzeughalle ist viel zu klein. „Im Ernstfall muss das Löschfahrzeug in der Fahrzeughalle erst kurzzeitig warmlaufen und den Bremsdruck aufbauen. Dann kann es erst aus dem schmalen und niedrigen Hallentor herausfahren. Aber nicht mit zu viel Schwung, weil sonst die Blaulichter auf der Fahrerkabine abgerissen werden“, so Gottschalt. Die Feuerwehrkräfte können erst in die Fahrzeughalle eilen, wenn das Fahrzeug herausgefahren wurde. Erst dann gibt es ausreichend Platz vor den Spinden zum Anlegen der Einsatzbekleidung und Ausrüstung. „Bei 38 aktiven Mitgliedern ist es verdammt eng im Einsatzfall. Weiter kommt es zu Zeitverzögerungen“, schildert der Ortsbrandmeister die Situation. Die Fahrzeughalle wurde 1981 errichtet. Die Toiletten der benachbarten Dorfschule wurden damals in einen kleinen Schulungsraum umgebaut. Zwischen den Gebäudeteilen gibt es Treppenstufen mit Stolpergefahren. „Alles in allem nicht mehr zeitgemäß und die Feuerwehrunfallkasse zeigt ebenfalls die Mängel auf“, so Frank Gottschalt.

Die Mitglieder des Ausschusses für Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr ließen sich beim Ortstermin überzeugen. Die Ortsfeuerwehr Lemmie, die sich bereits seit längerer Zeit mit Überlegungen zum Umbau, Anbau oder Neubau ihres Feuerwehrhauses beschäftigt, soll jetzt ein konkretes Raumbedarfsprogramm entwickeln. In diesem Jahr sind 5.000 Euro für Planungskosten für ein Feuerwehrhaus in Lemmie im städtischen Haushalt eingestellt. Die mittelfristige Finanzplanung sieht für 2017 einen Betrag von 200.000 Euro für ein Feuerwehrhaus vor.

we, 02.06.2016, 12:14
Redakteure CON

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