MCG-Schüler diskutieren über "Politik und Medien" an der Junior-Akademie

Junge Forscher am MCG: Daniel Warneke (von links), Paula Albers und Ben Vasco Schiemann. Es fehlt Sophie Blömer.

Gehrden. 

Mit großer Begeisterung berichtet der vierzehnjährige Ben Vasco Schiemann von seiner Teilnahme an der Junior-Akademie in Loccum. Während der Herbstferien besuchte der Schüler aus der neunten Klasse des Gehrdener Matthias-Claudius-Gymnasiums das einwöchige Bildungsangebot im Rahmen der Hochbegabtenförderung in Loccum. Aus dem Seminarangebot von Naturwissenschaften bis zu Musik und Kunst wählte sich Ben Vasco Schiemann das Thema „Politik und Medien“ aus. Dazu wurden Filme und Vorträge gehalten, Gespräche mit Referenten geführt. „Es war gut, über dieses Thema ausführlich diskutieren zu können“, beschreibt der MCG-Schüler seine Erfahrungen. Diskutiert wurde über die Rolle der Medien in der Demokratie, die gegenseitige Beeinflussung zwischen Politik und Medien, die Steuerung der Meinungsbildung und viele andere Aspekte im Zusammenwirken von Politik und Medien. „Es gab viel Zeit und gute Anregungen für eine Auseinandersetzung mit diesem Thema und man konnte über den Tellerrand hinausschauen“, zieht Ben Vasco Schiemann seine persönliche Bilanz nach einer Diskussionswoche in der Loccumer Junior-Akademie. Begleitet wurde er von der vierzehnjährige Paula Albers, Schülerin aus dem 10. Jahrgang des Matthias-Claudius-Gymnasiums. Sie war zum zweiten Mal in der Junior-Akademie dabei. Im letzten Jahr ging es für Paula um ein Thema aus der Musik, aber „Politik und Medien“ mit vielen Diskussionsrunden war noch interessanter, bestätigt sie die Eindrücke ihres Mitschülers.

Der vierzehnjährige Daniel Warneke besuchte im letzten Jahr die Loccumer Junior-Akademie. Für dieses Jahr hatte er sich für ein anderes außerschulisches Projekt entschieden. Mit erheblichem Zeitaufwand über den Ablauf eines Jahrs besuchte Daniel jeden Mittwoch die Leibniz-Universität in Hannover. Im Rahmen des ForscherGeist-Förderpreises der Kurt-Alten-Stiftung forschte er zum Thema „Hannover im Zweiten Weltkrieg – Die Rüstungsindustrie“. Dabei arbeitete er sich durch die Literatur und Informationsquellen der umfangreichen Bibliothek der Leibniz-Universität. Daraus ist eine 25-seitige Dokumentation entstanden, die von weiteren Jugendautoren mit anderen Themen aus ihren Forschungsgebieten zu „Hannover im Zweiten Weltkrieg“ gefüllt wurde. „Selbst forschen, Quellen aufspüren, Informationen auswerten und in Zusammenhang bringen, das war sehr interessant“, beschreibt Daniel seine Arbeit für den ForscherGeist-Förderpreis.
Sophie Blömer aus dem 11. Jahrgang des Matthias-Claudius-Gymnasiums beteiligte sich ebenfalls am ForscherGeist-Förderpreis. In einer kleinen Gruppe von vier Jugendlichen unterschiedlichen Alters erforschte sie die Industriekultur in der Stadt Hannover am Beispiel der Döhrener Wolle und ihrer Arbeitersiedlung, dem sogenannten Döhrener Jammer. Dabei gewann sie spannende Einblicke in die Vorgehensweise der kulturhistorischen Forschung. „Die harte und zeitaufwändige Arbeit hat sich ausgezahlt und wir konnten einen wichtigen Beitrag für die Erforschung der Industriekultur in Hannover leisten, der durch den Förderpreis der Kurt-Alten-Stiftung eine besondere Anerkennung gefunden hat“, stellt Sophie Blömer fest.
Schulleiterin Monika Schulte möchte weitere Schülerinnen und Schüler für die Loccumer Junior-Akademie und den ForscherGeist-Förderpreis begeistern. „Unsere Schüler kommen mit positiven Erfahrungen von den Projekten zurück und können wichtige Erfahrungen außerhalb des schulischen Lernangebotes in der Hochbegabtenförderung aufnehmen“, so Monika Schulte.

we, 14.12.2016, 08:56
Redakteure CON

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