Nach Dachstuhlbrand: Schnelle Hilfe für die Betroffenen

Everloh / Region. 

Durch das Feuer im Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses an der Nenndorfer Straße in Everloh in der Nacht zu Samstag sind zwölf Personen obdachlos geworden (CON berichtete). Sofort setzte eine Welle der Hilfsbereitschaft ein und im sozialen Netzwerk Facebook wurde zu Spenden für die Familien aufgerufen. In den Gruppen "Gehrden aktuell" und "Nachbarschaftshilfe Leveste" verbreiteten sich die Aufrufe sehr schnell und die Resonanz ist überwältigend. Dies hat auch den betroffenen Familienvater überrascht, der sich dort für die große Unterstützung bedankt.

Auch Bürgermeister Cord Mittendorf hatte sofort reagiert und eine erste Bleibe für die Betroffenen besorgt. „Es ist meine Pflicht in einer solchen Situation schnellstens Hilfe zu leisten“, sagte er. Gemeinsam mit Fachbereichsleiter Frank Born hatte er sich zunächst in der Nacht gegen 3 Uhr ein Bild vom Ausmaß des Brandes gemacht. „Die Bewohner haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren und waren völlig verzweifelt. So etwas geht einem sehr nahe“, sagte er.

Mittendorf setzte sich ins Auto und kontrollierte die Flüchtlingsunterkunft am Bünteweg. „Dort war alles vorbereitet für die Ankunft von Hilfesuchenden“, berichtet er. Kurzerhand bot er den Betroffenen an, erst einmal dort einzuziehen. Ab morgen wird die Verwaltung mit dem DRK und den Familien die weitere Unterstützung koordinieren. „Wenn wir wissen, was alles benötigt wird, werden wir auch die Gehrdener um Hilfe bitten“, so Mittendorf.

Auf jeden Fall werden Mietwohnungen für die beiden Familien benötigt. Der Bürgermeister hofft, dass sich Haus- oder Wohnungsbesitzer, die freien Wohnraum bereit stellen können, melden.

Der Everloher Förderverein möchte mit einer Geldsammelaktion den Familien ebenfalls helfen. Jeder Cent, der auf dem Konto des Everloher Förderverein bei der Sparkasse Hannover, IBAN: DE 14 2505 0180 0910 3277 77  unter dem Stichwort: Hilfe für Brandopfer in Everloh eingeht, wird zu gleichen Teilen an die betroffenen Familien weitergereicht.

Wie die Polizei inzwischen mitteilte, beläuft sich die Schadenshöhe auf rund 150.000 Euro. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes werden den Brandort Anfang der kommenden Woche untersuchen.

bri, 06.11.2016, 00:01
Redakteure CON

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