Neues Feuerwehrhaus kostet 1,4 Millionen Euro

Gehrden / Leveste. 

Der Neubau des Feuerwehrhauses für die Ortsfeuerwehr Leveste nimmt konkrete Pläne an. In einer Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr stellte Architekt Herwig Krause ein detailliertes Konzept für das 1,4 Millionen Euro teure Bauvorhaben vor.
Die Ortsfeuerwehr Leveste befasst sich seit 2013 mit der Planung eines Neubaus für ihr Feuerwehrhaus. Nachdem die zunächst geplante Erweiterung des Feuerwehrhauses an seinem alten Standort in der Levester Ortsmitte vom Tisch war, hat Ortsbrandmeister Christian Stegen mit einer Arbeitsgruppe ein 69 Seiten umfassendes Raumbuch mit detaillierten Vorstellungen und nach den DIN-Vorschriften für Feuerwehrhäuser sowie den Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse erarbeitet. Das Raumbuch war die Planungsgrundlage für die Architekten Schäfer-Krause-Schulz-Partnerschaft aus Hannover, um daraus ein Konzept für das künftige Levester Feuerwehrhaus zu entwickeln. Die Architektengemeinschaft plante bereits das Feuerwehrhaus für die Schwerpunktfeuerwehr Gehrden und hat sich als Partner der Stadt Gehrden und der Feuerwehr bewährt. Das Levester Feuerwehrhaus zeigt durchaus Parallelen zum Gehrdener Objekt, allerdings mit kleinerem Raumprogramm und individuellem Zuschnitt für die Anforderungen der Ortsfeuerwehr Leveste.
Auf dem rund 2.400 Quadratmeter großen Grundstück am Ostrand der Ortschaft Leveste an der Gehrdener Straße sollen 18 Alarm-Stellplätze für Kraftfahrzeuge der anrückenden Einsatzkräfte ausgewiesen werden. Im eingeschossigen Gebäude ist eine Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen für die Feuerwehrfahrzeuge vorgesehen. Der Schulungsbereich umfasst eine Raumfläche von insgesamt 90 Quadratmetern, der durch eine Akustiktrennwand in zwei kleinere Räume getrennt werden kann. Somit ergeben sich vielfältige Nutzungsmöglichkeiten durch den Musikzug, die Jugendfeuerwehr und die Kleinlöschmeistergruppe, da die jeweils erforderliche Raumgröße durch die Trennwand angepasst werden kann. Außerdem sind eine Küche, ein Büro mit drei Arbeitsplätzen, Werkstatt, Umkleidebereiche für Frauen und Männer und ein Lagerraum für Feuerlöschmittel vorgesehen. Der große Schulungsraum, die Fahrzeughalle und die Nebenräume in den Funktionsbereichen umfassen insgesamt rund 550 Quadratmeter.

Von außen soll sich das Gebäude durch eine rote Verklinkerung an die bestehende und künftige Wohnbebauung anpassen. Architekt Herwig Krause hatte die reinen Baukosten mit 835.000 Euro nach Kosten-Kennwerten für vergleichbare Bauobjekte hochgerechnet. Hinzu kommen noch die Gestaltung des Außenbereiches und Baunebenkosten, so dass eine Investitionssumme von insgesamt rund 1.425.000 Euro im Raum steht. Dazu kommen noch die Kosten für den Grunderwerb hinzu.
Ausschussvorsitzender Heinz Strassmann befragte den Levester Ortsbrandmeister Christian Stegen, ob denn mit der vorgestellten Konzeptplanung alle Wünsche der Ortsfeuerwehr erfüllt seien. Diese Frage beantwortete Christian Stegen mit einem klaren JA!

Das vorgestellte Konzept für das künftige Levester Feuerwehrhaus wird jetzt von der Verwaltung in einer Beschlussvorlage für die anderen Fachausschüsse und den Rat eingearbeitet. Dabei muss auch eine Ermächtigung für einen moderaten Aufschlag bei den bisher eingeplanten Haushaltsmitteln vorgesehen werden.
Zahlreiche Mitglieder der Ortsfeuerwehr und interessierte Bürger aus Leveste waren zu der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr in das Gehrdener Rathaus gekommen, um sich über das Projekt zu informieren.

we, 16.02.2016, 22:49
Redakteure CON

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