Neubauprojekt in der Alten Straße passt sich historischem Stadtbild an

Entwurfszeichnung des gesamten Neubauprojektes Alte Straße (rechts ist der Straßenverlauf)Erstes Haus mit Gewerbe und Wohnen mit Schaufenstern zur Alten StraßeZweites Haus, nur für Wohnen, auf dem südlichen GrundstückDie Baulücke an der Alten Straße wird ausgefülltDie historische Torzufahrt soll erhalten bleibenAuf dem 2.500 Quadratmeter-Grundstück an der Alten Straße entstehen zwei neue Häuser

Gehrden. 

Noch sind die Archäologen vor Ort und sichten die Bodenschichten auf dem Grundstück an der Alte Straße 3/5 in der Gehrdener Stadtmitte. Nach Beendigung der archäologischen Arbeiten soll mit der Realisierung eines Bauprojektes begonnen werden. In bester Innenstadtstadtlage unweit vom Marktplatz entstehen zwei Neubauprojekte.

Ein Einzelgebäude steht unmittelbar an der Alten Straße. In der Frontlänge von etwa 24 Metern entsteht im Erdgeschoss eine Fläche von insgesamt 400 Quadratmetern für Verkauf oder Dienstleistungen mit Schaufensterfront zur Alten Straße. Die Zuschnitte der Flächen können nach den Wünschen der künftigen Mieter noch individuell festgelegt werden. Im ersten Obergeschoss werden Räumlichkeiten für Dienstleiter, Arztpraxen oder Rechtsanwaltskanzleien vorgesehen. Im Dachgeschoss werden zwei großzügige Wohnungen mit jeweils 110 Wohnfläche eingerichtet. Der Neubau an der Alten Straße passt sich mit den Abmessungen des Baukörpers, den beiden Satteldächern und der Gestaltung der Fassade mit einer Teilverklinkerung und hellen Putzflächen dem Gesamtbild der Nachbarbebauung an. Dies war auch der Wunsch des Bauherrn Heinrich Meinecke, ein ansprechendes Bauprojekt umzusetzen, das mit der Innenstadtbebauung korrespondiert und sich in die historische Bausubstanz einpasst.

Mit ähnlichen Abmessungen und Gestaltungsmerkmalen wird auf der südlichen Grundstücksfläche ein zweites Bauprojekt verwirklicht. Dieses Haus wird ausschließlich für Wohnzwecke genutzt. Im Neubau sollen acht Mietwohnungen mit Wohnflächen von 60 bis 110 Quadratmetern geschaffen werden. Auf der Ostseite des zurückliegenden Wohngebäudes befindet sich ein gläsernes Treppenhaus mit Fahrstuhl zur barrierefreien Erreichbarkeit aller Wohnungen. Zum Westen haben alle Wohnungen einen großen Balkon oder eine Terrasse mit Blick zum Gehrdener Berg und in die Gärten der Nachbargrundstücke. Der Gehrdener Architekt Stephan Schmidt hofft, dass die archäologischen Arbeiten im Oktober abgeschlossen werden. Damit könnte ein Baubeginn für die beiden Häuser noch in 2016 angepeilt werden. Im Herbst 2017 wird mit der Fertigstellung beider Bauprojekte gerechnet. Auf dem Grundstück werden dreißig Stellplätze für Kraftfahrzeuge ausgewiesen, die aber den Mietern in beiden Häusern zugewiesen sind.

Lange Zeit vor den Archäologen hat Heinrich Meinecke einen alten Brunnen auf dem Baugrundstück wiederentdeckt. Dieser Brunnen soll mit einer Glasplatte abgedeckt und beleuchtet werden. Die alte Mauer vor dem ehemaligen Bauernhof soll in die Gestaltung der Außenanlagen miteinbezogen werden. Mit Verwendung der historischen Mauersteine soll ein Zufahrtstor und eine Abgrenzung zur Alten Straße geschaffen werden.

we, 27.09.2016, 12:09
Redakteure CON

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