Rainer Piesch sammelt „Gehrdener Ansichten“

Sammelt historische Ansichtskarten und Fotos von Gehrden: Rainer Piesch.Der Ratskeller und Marktplatz über Jahrzehnte hinweg: Postkarten zeigen die Veränderungen.

Gehrden. 

Angefangen hat alles mit einer historischen Ansichtskarte vom Berggasthaus Niedersachsen. Das war vor etwa sieben Jahren. In Rainer Piesch war die Sammelleidenschaft geweckt. Er ging auf die Suche nach weiteren Postkartenmotiven. Mittlerweile hat der 59-jährige Gehrdener über 800 Ansichtskarten mit historischen Motiven aus Gehrden und den Ortschaften gesammelt.

„Die geschichtlichen Aussagen, die Veränderung von bekannten Gebäuden über viele Jahrzehnte, Szenen und Landschaften in meiner Heimatstadt sind hoch interessant. Es kommt auch ein Sammel- und Jagdinstinkt durch“, beschreibt Rainer Piesch sein Hobby. Die historischen Ansichtskarten vermitteln Einblicke in das Leben vor vielen Jahrzehnten. Die Motive haben sich in den Jahrzehnten immer wieder verändert, manche Ansichten sind auch ganz verschwunden, weil Gaststätten geschlossen wurden oder Gebäude durch Neubauten ersetzt wurden. Seine historischen Schätze will Rainer Piesch aber nicht nur gut geordnet in Sammelkästen für sich behalten. Er hat die Ansichtskarten digitalisiert und auf seiner Homepage unter www.gehrdener-ansichten.de in das Internet gestellt, um die Stadtansichten auch mit anderen interessierten Heimatkundlern zu teilen.

So zeigt er eine Auswahl von Ansichtskarten zu bestimmten Themengruppen wie Burgbergturm, Berggasthaus Niedersachsen, Bahnhofsrestaurant, Türmchen, Rittergut Franzburg, Neuwerk und Ziegelei, den beiden Gehrdener Kirchen, Ratskeller und Margarethenkirche, Zentrale und Linie 10 sowie Gehrden bis 1960. Diese Themen hat Rainer Piesch neben den Fotos noch mit historischen Erläuterungen, Speisekarten der Gaststätten, Lageplänen oder Skizzen ergänzt.

Zu der Ansichtskartensammlung mit 800 Exemplaren hat Rainer Piesch noch rund 7.000 Fotografien von Alt-Gehrden und den Ortschaften gesammelt. Auch neuere Fotos sind dabei. „In 30 bis 40 Jahren haben diese Fotos schon einen historischen Stellenwert und zeigen die Veränderungen im Stadtbild und in unserem Lebensumfeld auf“, so Rainer Piesch. Die Sammelleidenschaft besteht weiter. Jeden Monat kommen drei bis vier interessante Karten und Motive dazu. Die Bilder erhält er aus seinem kleinen Netzwerk von Gleichgesinnten, die stets auf Fotojagd sind. So gibt es immer wieder neue Motive auf den „Gehrdener Ansichten“. Ein frei zugängliches Archiv will Rainer Piesch nicht einrichten. „Wer alte Fotos aus Gehrden sucht, kann sich gern bei mir melden“, so der Sammler. Alte Fotografien und Postkarten werden noch weiter gesucht, eben eine richtige Sammelleidenschaft. Die Aufnahmen werden digitalisiert und können anschließend zurückgegeben werden.

we, 20.07.2016, 08:56
Redakteure CON

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