"Raum der Stille" soll im Klinikum Robert Koch eingerichtet werden

Projekt "Raum der Stille": Claudia Peter (von links), Andreas Pöhlmann, Martin Langsdorf, Antje Marklein, Wichard von Heyden, Holger Dorl, Gunhild Junker und Dorothea von Schlotheim.Verbindung zur Natur - Gestaltungsvorschlag für den Raum der StilleGrundriss des Raumes der StilleGestaltungsvorschläge für den künftigen Raum

Gehrden. 

Im Klinikum Robert Koch Gehrden soll ein Raum der Stille eingerichtet werden. Bis zur Fertigstellung ist es noch ein längerer Weg. Bislang gibt es zahlreiche Ideen, aber die Finanzierung für die Ausstattung des Raumes muss noch gesichert werden. Im Frühjahr 2017 könnte der Raum seiner Bestimmung übergeben werden.
Klinikseelsorgerin Gunhild Junker verfolgt bereits seit drei Jahren das Projekt. Der kaufmännische Direktor Manfred Glasmeyer und Pflegedirektor Martin Langsdorf unterstützen mit dem Direktorium des Klinikums Robert Koch das Vorhaben. Jetzt wurde ein etwa 30 Quadratmeter Raum im ersten Obergeschoss im Altbautrakt ausgewählt, der zurzeit noch für die Patientenversorgung genutzt wird. Ab Anfang Dezember ist der Raum aber übergabefertig. Dann kann mit der Umsetzung der Ideen für die Gestaltung des Raumes der Stille begonnen werden.
Innenarchitektin Claudia Peter aus Wennigsen hat bereits ähnliche Räume in Hannoverschen Kliniken gestaltet und einige Ideen vorgestellt. Neben dem Klinikalltag mit Geräuschen, Hektik und Trubel soll der Raum der Stille dazu einladen, Ruhe zur Entspannung und Meditation zu finden. Zwei große Fenster sind zum Wald ausgerichtet. „Wir möchten die Stille des Waldes und die Natur in diesem Raum erlebbar machen. Als Gestaltungselemente könnten Stein, Metall, Holz und Wasser verwendet werden. Den Gedanken kann freier Lauf gelassen werden, in eine Spiritualität kann abgetaucht werden“, beschreibt Claudia Peter ihr Gestaltungskonzept.
Superintendentin Antje Marklein vom Kirchenkreis Ronnenberg, Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothea von Schlotheim und die Pastoren Andreas Pöhlmann und Wichard von Heyden von der Gehrdener Margarethengemeinde sind von der Wichtigkeit eines Raumes der Stille überzeugt. Der Raum soll ständig für die Patienten, ihre Angehörigen und auch für die Mitarbeiter des Klinikums geöffnet sein, um dort für einen Moment der Ruhe einkehren zu können. Das christliche Symbol des Kreuzes soll vorhanden sein, aber im Raum nicht dominieren, sondern im Hintergrund erkennbar sein. Somit soll dieser Ort für Gläubige aller Religionen und auch ohne Religionszugehörigkeit gleichermaßen ansprechend gestaltet und nutzbar sein. Für die Gestaltung des fertigen Raumes wird mit etwa 15.000 bis 20.000 Euro gerechnet. Jetzt werden Sponsoren gesucht, die mit ihrem finanziellen Beitrag die Raumausstattung ermöglichen. Im Frühjahr 2017 soll der Raum der Stille seiner Bestimmung übergeben werden.

we, 22.11.2016, 14:04
Redakteure CON

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