"Sozialer Wohnungsbau und Klimaschutz müssen zusammen geführt werden"

Fassen alle mit an: von links: Grünen-Ratsherr Heinz Strassmann, Kleiderkammer-Mitarbeiterin Rita Wegener, DRK-Vorsitzende Andrea Nitsch, Grünen-Bundestagsabgeordneter Sven Kindler und Grünen-Ratsfrau Nicole van der Made.Leiterin Erika Gstettenbauer mit einem Kunden der DRK-Kleiderkammer.

Gehrden. 

Wie sieht ehrenamtliche Arbeit vor Ort aus? Dieser Frage ging Sven Kindler, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen nach. In der Kleiderkammer des DRK fasste er mit an, sortierte die abgegebene Kleidung, unterstützte im Verkauf und hörte sich die Sorgen und Nöte der freiwilligen Helfer an. „Es ist beeindruckend, wie die Hilfe hier funktioniert“, stellte Kindler fest. Dabei ginge es nicht nur um die Unterstützung und Integration von Flüchtlingen, sondern auch um die Hilfe für sozial benachteiligte Gehrdener. Er lobte die Arbeit, die das Kleiderkammer-Team um Leiterin Erika Gstettenbauer leistet. „Das ist konkrete Hilfe, die dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Es wäre allerdings noch besser, wenn alle Bürger genügend Geld Geld hätten“, betonte Kindler. Ihm sei eine bessere Verteilung der finanziellen Mittel sehr wichtig.

Einsetzten will sich der Bundespolitiker ebenfalls für eine nachhaltige Bauweise. „Es ist wichtig sozialen Wohnungsbau und Klimaschutz zusammen zu führen“, betonte er.

Bevor Kindler der Kleiderkammer einen Besuch abstattete, hatte sich über die Arbeit der Freiwilligenagentur „freiraum“ informiert. Anne Dobiey Renate Möller berichteten von den vielen Angeboten der Agentur. Außerdem wünschen sie sich eine multilinguale Website, die der Bund erstellen soll. Darauf soll es in mehreren Sprachen Informationen über das öffentliche Leben in Deutschland geben. Außerdem sollen die Kommunen die Möglichkeit haben, ihr eigenes Angebot sowie wichtige Anlaufstellen auf dieser Seite zu verlinken. Und auch für Gehrdens Grünen-Politiker Nicole van der Made und Heinz Strassmann, die Kindler in Gehrden begleiteten, gab es eine Hausaufgabe. So fordern die Ehrenamtlichen von der Verwaltung ein Integrationskonzept und die Einstellung einer hauptamtlichen Integrationsbeauftragten.

Themen, die gleich im anschließenden Gespräch mit Bürgermeister Cord Mittendorf besprochen werden konnten.

bri, 09.02.2016, 18:07
Redakteure CON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?