"SPD und CDU stärken die Politikverdrossenheit"

Gehrden. 

Die Gehrdenerin Hannelore Dreblow hat auf das Verhalten der SPD und der CDU in der konstituierenden Ratssitzung kritisiert. Sie schreibt:

""Die Arroganz der Macht",  um die passende Einschätzung des langjährigen Ratsmitglieds und Fraktionsvorsitzenden der Grünen zu zitieren, zeigte sich nicht nur bei der Wahl zur 3. Stellvertretenden Bürgermeisterin, sondern viel gravierender bei der Abstimmung zu den Anträgen der GRÜNEN für die erweiterte Beteiligung der Bürgerinnen une Bürger an der Ratsarbeit und eine Ausdehnung der Redezeiten für die Bürgerinnen und Bürger, die sie ohne inhaltliche Auseinandersetzung ablehnten.

Nehmen die CDU und die SPD ihre Wählerinnen und Wähler nicht ernst, trauen sie ihnen eine engagierte Begleitung der Ratsarbeit nicht zu oder warum verhindern sie eine Bürgerbeteiligung im Rat? Erkennen sie nicht die Einschätzung ihres Politikstils durch breite Wählerschichten, die sich z.B auch darin zeigt, dass beide Parteien deutliche Mandatsverluste hinnehmen mussten, weil sie immer weniger Bürgerinnen und Bürger von sich überzeugen konnten? Es mag sein, dass diese Parteien glauben, mit ihrer kommentar- und diskussionslosen Abhandlung des Antrags die Mitglieder der GRÜNEN- Ratsfraktion zu treffen, indem sie eine inhaltliche Auseinandersetzung verweigern.

So demonstrieren sie zwar ihre Macht, aber sie enttäuschen nicht die GRÜNEN, die dieses Verhalten aus den vergangenen Ratsperioden schon kennen, sondern sie treiben die Politikverdrossenheit bei Bürgerinnen und Bürgern voran, so dass diese sich abwenden und damit schaden CDU und SPD der Demokratie.

Es kann natürlich auch sein, dass sie die Anträge der Grünen nicht diskutieren wollen, weil sie wissen, dass ihnen die Argumente fehlen, die eine Ablehnung begründen würden. Glauben CDU und SPD immer alles besser zu wissen als ihre Wählerinnen und Wähler?"

Hannelore Dreblow

Gehrden

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Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich sinnwahrende Kürzungen vor. Nicht alle Zuschriften können veröffentlicht werden.
 

 

 

bri, 09.11.2016, 19:17
Redakteure CON

Kommentare

brischa - , 10.11.16 13:00:
Die Ablehnung der Beschlüsse der Grünen und die Wahl der stellvertretenen Bürgermeister/in sind in einem demokratischen Verfahren zustande gekommen. Auch wenn es einem nicht passt, muss man die Entscheidungen in einer Demokratie akzeptieren. Das Nachplappern der Floskeln eines Herrn Strassmanns, der mit der Nachfolgepartei der SED paktiert, ist sicherlich nicht hilfreich.

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