Sportverein Gehrden startet neues Integrationsprojekt

Gehrden. 

Im zweiten Anlauf ist der Start eines neuen Sportangebotes für Flüchtlingsfamilien geglückt. Zum zweiten Treffen kamen über zwanzig Kinder im Alter bis zu acht Jahren und zwölf Mütter und Väter zu gemeinsamen kindgerechten Bewegungsspielen. Neben der körperlichen Aktivität soll die deutsche Sprache spielerisch erlernt werden. Das Thema der gemeinsamen Sportstunde lautet deshalb: „Bewegt, Sprache lernen“.

Petra Dobiasch, seit 20 Jahren Übungsleiterin im Kinder und Erwachsenenbereich, leitet das neue Integrationsprojekt des Sportvereins Gehrden, das in Verbindung mit der Freiwilligenagentur „Freiraum“ und der Stadt Gehrden angeboten wird. Der Landessportbund Niedersachsen fördert das Projekt über sechs Monate. Die Flüchtlingsfamilien können gemeinsam in spielerischer Form mit Ballspielen, kleinen Wettbewerben und Geschicklichkeitsspielen, Kennenlernen von Sportgeräten und Koordinationsübungen einen kindgerechten Sport betreiben. Dabei lernen sie auch die deutsche Sprache. Ein unverkrampftes Miteinander zwischen Frauen, Männern und Kindern soll vermittelt werden. Die Kinder lernen die Regeln im Sport und für die Bewegung in der Turnhalle. Ziel ist es, die Kinder zu einem späteren Zeitpunkt in die allgemeinen Gruppen des Sportvereins Gehrden zu integrieren. Für die Mütter und Väter soll es eine Möglichkeit sein, ihre Flüchtlingsunterkunft zu verlassen, mit ihrer Familie etwas Gemeinsames zu unternehmen und mit anderen Familien in Kontakt zu kommen. Für Übungsleiterin Petra Dobiasch ist es manchmal nicht ganz einfach, die Spielregeln zu erklären. Aber an ihrer Seite hilft Neyazi Bassel mit, der mit seinen guten Deutschkenntnissen die Spielregeln für den gemeinsamen Sport in die arabische und persische Sprache übersetzen kann.

we, 31.05.2016, 19:11
Redakteure CON

Kommentare

Heinrich Mommsen - , 01.06.16 10:35:
Als Gehrdener können wir beruhigt sein, dass sowohl Vereine und Ehrenamtliche als auch die Verwaltung mit ihrer Stabsstelle für Flüchtlingsarbeit die schwierige gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Integration hunderter Einreisewilliger so gewissenhaft bewältigen.

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