Studenten zeigen ihre Entwürfe für das Gehrke-Haus

Gehrden. 

Neue Ideen für alte Räume: 30 Studenten im zweiten Semester der Leibniz-Hochschule im Studiengang für Innenarchitektur präsentierten jetzt ihre Entwürfe für die Gestaltung des Gehrke-Hauses für ein künftiges Mehrgenerationenhaus. Nach ihrer Erkundung des historischen Gebäudes am 10. Mai machten sich die Studenten sofort an die Arbeit und entwickelten in Kleingruppen in sehr kurzer Zeit ihre Ideen für ein Nutzungskonzept für das Haus der Generationen. Entstanden sind Grundrisse, Schnittzeichnungen. Modelle und Innenansichten, die jetzt im Bürgersaal öffentlich präsentiert wurden. „Gestalten und Umbauen im Bestand war die Herausforderungen für dieses Projekt“, beschrieb Prof. Suzanne Koechert die anspruchsvolle Aufgabenstellung, die zusammen mit Prof. Kay Marlow und Dr. Martina Wiedleroither die Studenten bei diesem Projekt begleitete.

„Wir brauchen kreative Ideen für die Belebung der Innenstadt und sind gespannt auf die Entwürfe“, sagte Ratsfrau Eva Kiene-Stengel. Gisela Wicke als erste Vorsitzende des neugegründeten Vereins für das Mehrgenerationenhaus brachte es auf den Punkt: Zusammen sind wir weniger allein. Allerdings muss noch die Politik von diesen Plänen überzeugt werden. „Gut Ding braucht eben Weile“, so Gisela Wicke.

In dreiminütigen Kurzvorträgen stellten die Studenten die Ergebnisse ihrer achtwöchigen intensiven Arbeit vor. In den Entwürfen wurden viele verschiedene Lösungsansätze aufgezeigt. Unter der Projektbezeichnung „Stadtgarten“ sollen „Stadt und Garten – Außen und Innen“ als Aufenthaltsoase verbunden werden. In allen Entwürfen wurde die wichtige Verbindung der Innenräume zum Garten durch große Fensterflächen, Terrassen zum Kaffeetrinken oder Spielflächen für Kinder aufgezeigt. Unter dem Motto „Lebe die Möglichkeiten“ hatte eine Studentengruppe die flexible und großzügige Gestaltung des gesamten offenen Innenraumes mit verschiebbaren Innenwänden vorgeschlagen, andere Entwürfe hielten sich an den historischen Grundriss mit der Betonung der großen Diele und Nebenräumen für vielfältige Nutzungsarten. In einigen Entwürfen wurde die Nutzung des Obergeschosses durch eine offene Galerie mit vielen Sichtbeziehungen einbezogen. Mit einem sehr modernen und coolen Design sollen Jugendliche in den Mehrgenerationentreff gelockt werden, andere Entwürfe setzten auf Gemütlichkeit mit Fachwerkelementen und Holz in warmen Tönen. Die sechzehn Entwürfe der angehenden Innenarchitekten wecken das Interesse, sich mit der Zukunft des Gehrke-Hauses näher zu beschäftigen.

we, 05.07.2016, 08:25
Redakteure CON

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