"Vanja": BGH lehnt drittes Geschlecht ab

Gehrden / Karlsruhe. 

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat abgelehnt, dass sich die Intersexuelle „Vanja“ als Geschlecht eine dritte Variante wie „inter“ oder „divers“ eintragen lassen kann. Wie CON berichtete, hatte die damals 25-jährige „Vanja“ am 28. Juli 2014 nach Monaten der juristischen Vorbereitung und Kampagnenarbeit im Gehrdener Standesamt einen Antrag auf Änderung einer Geburtsurkunde eingereicht. Jetzt teilte der BGH mit, dass das „binäre Geschlechtersystem“ der deutschen Rechtsordnung nach Auffassung der Karlsruher Richter dies nicht erlaube. Die Schaffung eines weiteren Geschlechts entspreche nicht dem Willen des Gesetzgebers. Vanja habe allerdings die Möglichkeit, das Geschlecht „Mädchen“ nachträglich aus dem Geburtenregister löschen zu lassen. Seit November 2013 ist es möglich, das Geschlecht eines Babys offen zu lassen, wenn eine eindeutige Zuordnung nicht möglich ist. Der BGH bestätigt damit einen Beschluss des Oberlandesgerichts Celle und des Amtsgerichts Hannover.

bri, 05.08.2016, 12:46
Redakteure CON

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