Will Rot-Grün eine "grüne Chinesische Mauer" um Degersen ziehen?

Degersen / Hannover. 

Die rot-grüne Mehrheit in der Regionsversammlung hat offenbar vor, eine Erweiterung Degersens in Richtung Nord-Osten zu unterbinden. Obgleich Ortsrat, Rat, Gemeindeverwaltung und auch die Regionsverwaltung einig sind, dass eine etwa 100 Meter tiefe Bebauung in der im Bild rot-schraffierten Fläche eine Abrundung der Ortschaft ermöglichen soll, hat die Mehrheitsgruppe per Antrag vom 13. Januar einen anderen Plan vorgeschlagen. Das Landschaftsschutzgebiet soll sich offenbar direkt an die bestehende Außenbebauung anschmiegen und damit faktisch keine weiteren Bautätigkeiten mehr zulassen. Schon heute Nachmittag soll im Umweltausschuss der Region Hannover darüber abgestimmt werden.

"Eine Ortsentwicklung auf der dem Deister gegenüberliegenden Seite der Gemeinde ist damit kaum noch möglich", ist Bürgermeister Christoph Meineke verärgert. Ihm ist kein Ortstermin in der Sache bekannt, zumindest war daran die Verwaltung nicht beteiligt. "Wir haben für morgen alle Ortsbürgermeister eingeladen, um über das Wachstum der Gemeinde zu beraten. Und jetzt das", ist er ungehalten. Auch bei Ortsbürgermeister Walter Rasch löst die SPD-Grünen-Überlegung keinerlei Freude aus: "Wir wollen doch wachsen, haben jahrzehnte lang darüber diskutiert - und jetzt kommt eine nicht nachvollziehbare und vollkommen unverständliche Änderung?", wundert sich der Ortsbürgermeister. Im Wennigser Rathaus ist bereits von einer "grünen chinesischen Mauer" die Rede, die die Region um das Gemeindegebiet lege. "Wir hätten hier zwei oder drei Reihen Bebauung vorgenommen, mehr nicht. Und das auf erwerbbaren Land, an dem einmal nicht die Klosterkammer beteiligt ist", betont Bürgermeister Christoph Meineke.

hug, 19.01.2016, 11:31
Redakteure CON

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