Windkraft: SPD rät Bürgern zur Stellungnahme

Leveste. 

Seit Mitte März wird das Thema Windenergienutzung Gehrden Leveste in der Bevölkerung erneut diskutiert. In diesem Zusammenhang geht es um den neuen Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogrammes (RROP) 2016 mit der Festlegung eines Vorranggebietes für Windenergienutzung westlich von Leveste.

Michael Passior, Vorsitzender der SPD Abteilung Leveste und Sylvie Müller, stellvertretende Vorsitzende des SPD Ortsverein Gehrden, wollen die Ängste und Sorgen der Bürger ernst nehmen: "Es besteht für jeden Einzelnen die Möglichkeit, bis zum 11. Mai Einwände bei der Stadt Gehrden oder bei der Region Hannover gegen die Neuaufstellung des regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) 2016 einzureichen. Fazit aus unserer heutigen Sicht: Es besteht ein großer gesellschaftlicher Konsens über den Atomausstieg hin zu erneuerbaren Energien, der von großen Teilen der Bevölkerung befürwortet wird. Die erneuerbaren Energien zu optimieren, weiter auszubauen und nach neuen Möglichkeiten zu suchen, ist eine der großen gesellschaftlichen Aufgaben in den nächsten Jahren."

Einige der Sorgen wollen die Sozialdemokraten konkret nehmen: "Es besteht beim Repowering die Möglichkeit, dass die alten Windanlagen in zehn bis 15 Jahren durch drei bis vier Repowering-Anlagen ersetzt werden. In der Planung soll das bisherige Vorranggebiet in Leveste verkleinert werden. Neue Anlagen unterliegen dann einem gesonderten Genehmigungsverfahren gegenüber der Region Hannover. Die Beleuchtung der Anlagen hat sich weiter entwickelt, sodass heute die Beleuchtung erst aktiviert wird, wenn sich ein Flugzeug nähert und sich anschließend wieder ausschaltet. Eine Dauerbeleuchtung ist somit nicht mehr nötig. Unklar ist, inwiefern sich die Technik hinsichtlich der Schlagschatten bis dahin weiterentwickelt, so dass eventuell der Schattenschlag verringert werden kann. Augenblicklich müssen die größeren Repowering-Anlagen einen Abstand zu den Siedlungsrändern von 800 Metern aufweisen. Deshalb könnten, nach bisherigem Recht, auf dem Vorranggebiet voraussichtlich drei bis vier größere Repowering Anlagen, statt den acht bisherigen kleineren, entstehen."

hug, 27.04.2016, 00:41
Redakteure CON

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