Zu geringe Lärmbelästigung für Tempo 30

B 65 in der Ortsdurchfahrt Everloh

Gehrden. 

Die Lärmentwicklung an der Bundesstraße 65 in der Ortslage von Everloh ist zu gering, um eine Tempobegrenzung auf 30 km/h anzuordnen. Dies teilte Ortsbürgermeister Gerhard Finger in der Sitzung des Ortsrates mit.
Der Ortsrat hatte in einer seiner zurückliegenden Sitzung eine Messung der Lärmentwicklung an der vielbefahrenen Bundestraße 65 angeregt. Durch eine Tempo-30-Regelung könnte die Lärmbelastung reduziert werden. Die zuständige Landesbehörde hat zwischenzeitlich die Lärmschutzmessungen an mehreren Punkten zu Tages- und Nachzeiten mit Abständen von fünf Metern bis zu 100 Metern vom Fahrbahnrand der Bundesstraße durchgeführt. „Die umfangreichen und aufwändigen Messungen sind in einem dicken Schriftsatz dokumentiert“, so Ortsbürgermeister Finger. Die Messungen ergaben zu den Tageszeiten durchschnittliche 64 Dezibel als Lärmentwicklung, wobei 70 Dezibel überschritten werden müssen, um eine Tempobegrenzung umsetzen zu können. Zur Nachtzeit gelten 60 Dezibel als Referenzwert, die Messungen in Everloh ergaben Durchschnittswerte mit 55 Dezibel. Da mit den nachgewiesenen Werten die erforderlichen Höchstgrenzen nicht überschritten werden, kann eine Tempo-Begrenzung zur Lärmminderung nicht angeordnet werden.
Ortsbürgermeister Gerhard Finger vermutet einen guten Grund: Durch neue Technologien im Fahrzeugbau sind die schweren Lastkraftwagen offensichtlich deutlich leiser geworden.

we, 11.08.2016, 13:24
Redakteure CON

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