"Früher war ich müde - heute bin ich kaputt!"

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Der immer schnellere Wandel in der Arbeitswelt lässt die Gefahr psychischer Belastungen steigen. Die Zusammenarbeit von Arbeitnehmervertretern und Arbeitgebern bei der Beurteilung von psychischen Belastungsfaktoren kann dabei helfen, das Unternehmen für Veränderungsprozesse fit zu machen.

Seit dem Jahr 2013 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, eine Beurteilung der Gesundheitsgefährdungen durch psychische Belastungen am Arbeitsplatz durchzuführen. Diese überfällige Erweiterung der entsprechenden Vorschriften im Arbeitsschutzgesetz hat lange gebraucht, denn jahrelang standen Themen wie Rückenbelastungen, Staub oder Lärm im Fokus der Bemühungen um gesunde Arbeit, während den zunehmenden psychosozialen Anforderungen nur wenig Beachtung geschenkt wurde.

"In Zeiten der Digitalisierung und der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeit stehen jedoch neue Themen im Vordergrund," sagt Giovanni Sciurba, Geschäftsführer der auf betriebliche Veränderungen spezialisierten Unternehmensberatung GS Consult GmbH. "Viel zu viele Unternehmen versuchen noch, die psychischen Belastungen mit denselben Methoden zu messen, die sie bei Lärm oder Staubbelastungen einsetzen," so Sciurba. "Für psychische Belastungen braucht man aber völlig neue Verfahren, denn sie hängen in der Regel mit anderen Faktoren zusammen. Dazu gehören neben den Themen Unterforderung und Überforderung auch solche wie Leistungsdruck oder das Thema Führungsverhalten. Außerdem muss den Beschäftigten die Angst genommen werden, anschließend als leistungsschwach dazustehen, sonst wird es keine ehrlichen Antworten geben und das Unternehmen verschwendet viel Geld."

Die Gefährdungsbeurteilung hat zentrale Bedeutung für ein erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement. Ein gutes Thema für die Betriebspartner, fand auch das Bundesarbeitsgericht. In seiner Entscheidung vom 08.06.2004 (1 ABR 4/03 und 1 ABR 13/03) hat das BAG deutlich gemacht, dass bei der Planung und Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung die Arbeitnehmervertretung zu beteiligen ist. Doch gerade beim Thema psychische Belastungen gibt es in den Unternehmen noch viele Fragen zur konkreten Umsetzung dieser Vorgaben.

In einer Reihe bundesweiter Tagesseminare beantwortet die GS Consult GmbH alle Fragen zur Umsetzungspraxis und gibt Beispiele dafür, wie eine Gefährdungsbeurteilung zu psychischen Belastungen erfolgreich geplant, durchgeführt und ausgewertet werden kann. Außerdem geht es darum, welche Maßnahmen eine dauerhafte Lösung des Problems versprechen.

In dem 5-stündigen Kompaktseminar werden alle Fragen zum Thema praxisnah und verständlich beantwortet. Es richtet sich an alle, die mit der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen befasst sind, also auch Betriebsärzte und Gesundheitsmanager.

Neben den rechtlichen Grundlagen wird erläutert, welche psychischen Belastungen erfasst werden müssen und mit welchen Methoden man sie belastbar messen kann. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auswertung der Ergebnisse und der Definition von geeigneten Maßnahmen, um Gefährdungen präventiv zu begegnen. "Die Gefährdungsbeurteilung kann immer nur der erste Schritt sein," so Sciurba, "entscheidend ist, was später mit den Ergebnissen passiert."

Termine:

Oldenburg, 17. Juli 2015 Hamburg, 08. September 2015 Frankfurt, 09. September 2015 Köln, 03. November 2015 
bri / ots: GS Consult GmbH (GS Consult) / Foto: obs: GS Consult GmbH/Aldo Murill, 29.06.2015, 07:40
Redakteure CON

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