Hochschlafen, Aussitzen oder Kopieren?

Lifestyle. 

Fernab der herkömmlichen Ratgeber gibt es viele Strategien, um die eigene Karriere zu pushen. Für den Ratgeber sind sie zu provokant, dafür aber extrem wirkungsvoll. Die Zeitschrift COSMOPOLITAN (2/2016) zeigt überraschende Wege, um beruflich nach oben zu kommen und lässt Frauen zu Wort kommen, die mit unorthodoxen Strategien Erfolg hatten. Marcus Reif, Leiter der Abteilung "Recruiting und Employer Branding" bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH, weiß: "Frauen warten leider noch viel zu häufig auf eine Beförderung, statt selbst aktiv zu werden und sie anzusprechen."

Hochschlafen! Oder: Kompetenz und Weiblichkeit gekonnt verbinden: Pencilskirt und High Heels im Büro? Viele Frauen haben Hemmungen, ihre Weiblichkeit im Job einzusetzen. Doch solange die Balance zwischen Fachwissen und Styling stimmt, besteht keine Gefahr, auf die Reize reduziert zu werden. Stattdessen ist dieser Weg eine smarte Macht-Demonstration.

Aussitzen! Oder: Geduld kann sich lohnen. Wenn man weiß, dass etwa die Kollegin eher auf Familienplanung als Karrieresprung setzt, kann es sich lohnen, abzuwarten. Wichtig ist nur, sich im Vorfeld ein zeitliches Limit zu setzen, wie lange es sich lohnt, unangenehme Phasen auszuhalten.

Hoch pokern! Oder: Kündigen, um sich intern zu pushen. Ein echtes Risikospiel, das sich aber auszahlen kann, um die eigenen Konditionen zu verbessern. Diese Strategie ist nicht für jeden geeignet, denn man muss wissen, was man drauf hat und darf keine Angst davor haben, am Ende ohne Job dazustehen. Den eigenen Marktwert zu checken, ist von Zeit zu Zeit absolut empfehlenswert. Auch wer dreist ist und einfach Mal nach mehr fragt, als vom Arbeitgeber angeboten wird, kann davon profitieren - braucht aber jede Menge Mumm.

Kopieren! Oder: ein Vorbild suchen. Vorbilder motivieren und fühlen sich oft geschmeichelt, wenn man von ihnen lernen will. Deshalb unterstützen sie einen auch gern. Die Mimikry jedoch insbesondere bei direkten Vorgesetzten nicht zu offensichtlich durchführen, sonst könnte das Gefühl von Konkurrenz entstehen. "Wir alle brauchen Vorbilder! Ohne Role-Models gibt es kein Umdenken in der Gesellschaft", so der Experte. "Frauen sollten sich etwa bei anderen abgucken, sich gegen Männer behaupten und den Wettbewerb mit ihnen annehmen."

Bei all diesen Strategien gilt Authentizität: "In erster Linie authentisch bleiben und eine souveräne, innere Haltung aufbauen. Sie müssen sich bewusst sein, wie gut sie ausgebildet sind, dass sie die gleichen Chancen haben wie männliche Bewerber und dürfen sich selbst nicht als Randgruppe sehen", so der Experte. Besonders Mütter sollten sich laut Marcus Reif nicht schon vorab für ihre Rolle entschuldigen: "Sonst geraten sie in eine Rechtfertigungshaltung, mit der sie sich selbst schwächen - völlig zu unrecht. Das gilt auch für Empathie, ein riesiger Pluspunkt von Frauen."

cre/ots, Foto: pixabay, 30.01.2016, 04:50
Redakteure CON

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