Nepal: Hilfe erreicht Betroffene außerhalb von Kathmandu

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Die Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft stehen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Nepal in engem Austausch über bevorstehende Hilfsmaßnahmen.

Die Rückmeldungen der Helfer des Bündnisses aus den betroffenen Gebieten haben ergeben, dass in einigen Regionen weiterhin ein hoher Bedarf an medizinischer Versorgung besteht. Daher wird action medeor bei Kathmandu eine Verteilerstelle für Medikamente einrichten, die aus Deutschland mit Medikamenten und medizinischem Material bestückt wird, damit Ärzte fachgerecht Wunden nähen und verbinden und Knochenbrüche behandeln können.

Handicap International leistet in vier Krankenhäusern in Kathmandu operative Nachsorge und gibt Hilfsmittel wie Rollstühle und Gehhilfen aus. Die Johanniter werden in Melamchi einen medizinischen Behandlungsplatz errichten und mobile medizinische Teams starten und lassen dafür zwei Emergency Health Kits aus Deutschland einfliegen, die vom Arbeiter-Samariter-Bund mitfinanziert werden. Malteser International meldet einen hohen Bedarf an psychosozialer Betreuung für traumatisierte Betroffene des Erdbebens.

Neben der medizinischen Versorgung hat die Bereitstellung von Unterkünften Vorrang: ADRA versorgt in den Regionen Dhading und Kabre fast 50.000 Menschen, es werden Zelte, Zeltplanen und Wasserkanister verteilt. Ebenfalls in Dhading hat TerraTech mit seiner nepalesischen Partnerorganisation 20 Tonnen an Lebensmitteln sowie Decken, Zelte, Hygieneartikel und Babynahrung verteilt.

AWO International hat heute einen Hilfskonvoi Richtung Sindhupalchok gestartet, was zu den am meisten zerstörten Gebieten gehört. Dort werden Reis und Plastikplanen verteilt, die Helfer werden auch versuchen, in Dörfer zu gelangen, die mehrere Tagesmärsche abseits der Straße sind. Mit auf dem Weg ist LandsAid und wird in der Region eine mobile Klinik errichten. Östlich von Kathmandu in den insgesamt rund 25.000 Einwohner zählenden Orten Dhunche, Dhulikhel und Chautara verteilt Malteser International Zeltplanen für Notunterkünfte, Hygiene-Kits und Medikamente.

Das Erdbeben am vergangenen Samstag forderte nach derzeitigem Stand über 6.400 Todesopfer und mehr als 11.000 Verletzte.

bri / ots, 01.05.2015, 20:02
Redakteure CON

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