Sunrise Avenue - Gewinne mit Mazda das Konzert deines Lebens

Lifestyle. 

Konzerte finden immer in überfüllten Hallen statt, in denen die Stars unnahbar sind?! Nicht bei Mazda! Der japanische Automobilhersteller bietet seinen Fans ein Konzert der anderen Art: In einem der kultigsten Clubs in Berlin, dem Cassiopeia in Friedrichshain, veranstaltet Mazda mit der Band Sunrise Avenue um Bandleader Samu Haber am 17. Juli ein exklusives Clubkonzert. Lediglich 200 Fans werden die Gelegenheit haben, die Songs von Sunrise Avenue live zu hören und den Stars in vertrautem Ambiente zum Anfassen nah zu kommen. Die Karten für das Konzert sind nicht käuflich zu erwerben - sie sind nur über Mazda zu gewinnen. Neben dem musikalischen Erlebnis wird auch der neue Mazda MX-5 in dem Club zu bestaunen sein - der neue Roadster feiert sein Deutschland-Debüt.

Ab sofort können sich Fans von Mazda und der Band Sunrise Avenue online oder über das Radio um die Karten bewerben. Über den Link www.mazda.de/konzert-deines-lebens/ können Interessierte via Mazda Inside an der Aktion teilnehmen. Zudem werden Karten über verschiedene Radiosender und Facebook verlost.

cre/ots, obs/Mazda/Sunrise Avenue, 08.07.2015, 06:00
Redakteure CON

Kommentare

Gastkommentator - , 21.07.15 10:39:
WIR WAREN DABEI UND ENTTÄUSCHT - NICHT VOM (SEHR KURZEN) KONZERT, ABER VOM REST

„Mach doch bitte mit und melde dich an Mama“ bettelte meine Tochter Ende Juni und hielt mir den Laptop vor die Nase. Geöffnet war die Seite eines bekannten Automobilherstellers, der ein exklusives Konzert mit Sunrise Avenue mit nur 200 Fans veranstaltet und dafür Karten verloste. Da die Teilnahme am Gewinnspiel erst ab 18 war, konnte sie nicht selbst teilnehmen. Nach kurzem Murren – ich befürchte mit Werbung und Einladungen zur Probefahrt überschüttet zu werden – gab ich nach, hämmerte die Angaben in den Vordruck und schon war ich dabei. Dass sie sich ja keine Chancen ausrechnen soll, sagte ich zu meiner Tochter noch – die meisten Gewinnspiele wären ohnehin ein Schwindel.
Nur wenige Tage später erhielt ich einen Anruf der Automarke. „Ging aber schnell – schon wollen sie dir ein Auto aufschwatzen“ war mein erster Gedanke. Aber nein – ich hatte wirklich gewonnen – das erste Mal in meinem Leben wirklich was richtig Tolles gewonnen. Doch es kam bald ein bitterer Nachgeschmack dazu, denn man sagte mir gleich, dass auch die Begleitperson volljährig sein muss und dieses vor Ort auch kontrolliert wird. Aus den Teilnahmebedingungen ging das irgendwie nicht so richtig hervor, nur eben dass die teilnehmende Person volljährig sein muss. Wenige Tage später bekamen wir den Ablauf des Gewinns mitgeteilt. Mit dabei war nicht nur das exklusive Konzert am vergangenen Freitag, welches im Cassiopeia, einem der angesagtesten Clubs Berlins stattfinden sollte, sondern auch ein Fotoshooting mit Samu Haber und dem neusten Automodell des Konzertausrichters, sowie Getränke und Snacks vor dem Konzert und bei der Aftershowparty. Und last but not least auch noch eine Übernachtung inklusive Frühstück in einem der größten Hotels Berlins. Hörte sich nach einem wirklich tollen Gewinn an und es brach mir das Herz, wie enttäuscht unser Kind war, dass sie nicht dabei sein durfte. Fast schon wollte ich wieder absagen, aber sie meinte ich sollte unbedingt hinfahren und ihr ein Autogramm der Band besorgen. So ließ ich mich mit ihrem Papa auf die Gästeliste setzen. Aber ganz so kampflos wollte ich das alles doch nicht hinnehmen. Schließlich ist sie ja der Fan.
Ich schrieb also eine Mail an den Automobilhersteller, in der ich nochmals darum bat, die Sache zu überdenken und mir die Möglichkeit zu gewähren doch meine 15-jährige Tochter mitzunehmen. Aber keine Chance, das übliche bla, bla, bla von wegen, „es tut uns leid … wir würden ja gerne, können aber leider nicht … Haftung liegt bei uns“ usw. Natürlich hätte ich selbst die Haftung übernommen, indem ich einen Haftungsausschluss unterschrieben hätte, aber man zeigte sich starrsinnig und kein bisschen entgegenkommend.
Da wir am nächsten Tag ohnehin alle drei Konzertkarten für das große Sunrise Avenue Konzert auf der Berliner Wuhlheide hatten, wollten wir unser Kind gleich am Freitag mitnehmen und fragten im Hotel an, ob es gegen Bezahlung möglich ist eine Aufbettung zu erhalten, da es äußerst umständlich wäre, sie am Samstag nach Berlin hinterher zu holen. Auch hier bedurfte es mehrerer Telefonate und Bettelmails aber letztlich hat es geklappt.
So saß unser Kind ab Freitagnachmittag allein im Hotelzimmer, während wir Eltern das eigentlich ihr zustehende „Konzert des Lebens“ inklusive Treffen mit Samu Haber genießen sollten. Wir kamen uns vor, als ob wir sie um ein Erlebnis betrügen, was einzig ihr zusteht und uns blutete das Herz. Letztlich war aber dann doch alles ein wenig anders. Der Nachmittag war nicht optimal organisiert. Bei Temperaturen um fast 40 Grad Celsius warteten wir in der prallen Sonne gute 30 Minuten auf den Sänger der Band zum Fotoshooting, Dieses lief dann wie folgt ab. Samu wurde anchauffiert (interessanter Weise mit einem Porsche, nicht in einem Modell der Werbefirma), setzte sich in das Modell seines Sponsors, die 200 ausgewählten Konzertbesucher ums Auto herum, fünf Minuten Blitzlichtgewitter und schon war er wieder verschwunden. Kein Autogramm für die Tochter, wenigstens ein Handyfoto ist gelungen. Dann hieß es fast vier Stunden warten bis zum Konzertbeginn. Immerhin gab es Essen und Getränke frei und letztere schwitzte man bei den Temperaturen zum Glück wieder aus, denn die Toiletten in dem Club waren sehr unhygienisch. Irgendwann ging es endlich in einen dunklen, engen Kellerraum, wo uns Samu mit seiner Band also das Konzert unseres Lebens performen sollten. Wir waren gespannt, wollten so viel wie möglich mit dem Handy für unsere Tochter aufnehmen, jedoch war dieses in dem Raum ständig überhitzt. Wie in einer finnischen Sauna warteten wir auf die Stars des Abends. Doch was war das? Muttis mit kleinen Mädchen, die mindestens noch fünf Jahre jünger als unsere Tochter waren, schoben ihre Kinder durch die Menge. In diesem Alter hätte ich meinem Kind ein Konzert allein schon wegen der Lautstärke und Enge nicht zugemutet. Ich fragte mich, wie sie an die Karten kamen? Ich sprach sie an und sie erzählten mir, dass sie einen Haftungsausschluss unterschrieben hätten. Wieso klappte das bei uns nicht? Andere wiederum waren mit ihren Kindern beim Konzert, weil sie die Karten teuer beim Autohändler abgekauft hatten, obwohl diese laut Teilnahmebedingungen eigentlich ausgeschlossen waren. Und nicht zu vergessen, die ganzen Teenies, die dabei waren, weil die Papas bei der Automarke beschäftigt waren. Alles also nur ein großer Schwindel. Scheinbar wurden nur einige wenige Karten verlost, wobei sich der Automobilhersteller dabei ganz streng gab, während die restlichen Karten unter der Hand verschachert wurden. Kein Wunder, dass die Band bei so einem Sponsor eher lustlos wirkte. „Sie kamen, lutschten `ne Banane, ruff uff de Bühne, runter vone Bühne und weg war`n se“ so ein Backstage-Insider. Keine Chance auf ein paar Worte oder ein Autogramm. Eine gute Stunde spielten sie, das auch recht gut, aber sonst war nichts. Fast hat es mir das ein wenig leicht gemacht, weil ehrlich gesagt hat unsere Tochter nicht viel verpasst, von wegen „Konzert deines Lebens“. Wir als potentielle Kunden und unsere Tochter, welche in wenigen Jahren den Führerschein erwerben wird, wissen nun zumindest welche Automarke wir nicht fahren möchten. „Ist doch alles Schwindel, im wahren Leben fährt Samu außerdem nicht das Auto diese Sponsors, sondern einen BMW“ klärte sie uns auf. Braves Mädchen. Glaube nie, was dir die Werbung suggeriert und hinterfrage alles. Nach der großen Enttäuschung beim „Konzert deines Lebens“ wurden unsere Wunden beim offiziellen Sunrise Avenue Konzert in der Berliner Wuhlheide am darauffolgenden Tag geheilt. Unsere Tochter erhaschte einen Platz in der ersten Reihe gleich hinter der Bühnenabsperrung und war darüber superglücklich, während wir uns einen Sitzplatz suchten, von wo aus wir sie im Blick hatten und das etwa zweistündige Konzert ganz entspannt bei supertoller Stimmung und allerbestem Sommerwetter genießen konnten. Für uns war es ein wunderschöner Abend und für unsere Tochter das erste Konzert ihres Lebens. Von solchen Momenten wird sie sicher noch viele erleben und diese sind auch ohne einen Gewinn, bei dem man einfach nur billige Werbestatisten sucht, möglich.

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