Zucker und Zuckeraustauschstoffe...

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Die meisten Leckereien, die unseren Alltag „versüßen“, dazu Früchte, Trockenobst, Säfte, viele Limonaden und Honig enthalten erhebliche Zuckermengen, vor allem Fruktose und Saccharose, die auch Hauptbestandteile des Haushaltszuckers sind. Weniger konzentriert kommt Zucker in vielen Nahrungsmittelfertigprodukten, Fertigtees und Brotbackwaren vor, Zucker ist allgegenwärtig und aus unserer Ernährung kaum wegzudenken. Chemisch anders zusammengesetzte Zuckerarten entstehen durch Einwirkung des Speichels auf Kohlenhydrate wie Stärke, die in Nahrungsmitteln wie Hülsenfrüchten, die man eigentlich gar nicht mit Zucker in Verbindung bringt, vorkommen.

Alle diese Zuckerarten bilden in der Mundhöhle durch Einwirkung von Bakterien Säuren, die zur Entkalkung der Zahnsubstanz und Karies führen können. Damit unter bakterieller Beteiligung Säuren entstehen können, muss der Zucker eine Zeit lang, eingebettet in Belägen, auf der Zahnoberfläche haften. Werden die Zähne durch faserige Nahrungsbestandteile mechanisch „vorgereinigt“ und regelmäßig gründlich geputzt, dann können sich keine Beläge bilden und die allgegenwärtigen Bakterien können keine Säuren produzieren, weil ihnen die Nahrungsgrundlage fehlt. Ein sauberer Zahn wird eben nicht krank!

Daraus folgt die Erkenntnis, dass Zucker allein für die Zähne nicht schädlich ist, sondern es erst dann wird, wenn er wegen mangelhafter Zahnreinigung länger auf den Zähnen haften kann oder durch permanenten, über den ganzen Tag verteilten Genuss gezuckerter Getränke und Süßigkeiten dauernden Zahnkontakt hat.

Um dem Bedürfnis nach süßem Geschmack nachzugeben und trotzdem keine Zahnschäden zu riskieren, stehen Zuckeraustauschstoffe zur Verfügung. Sie sind seit längerer Zeit erprobt, wie z.B. Xylit und Sorbit oder das Naturprodukt Stevia, das allerdings auch schon synthetisch hergestellt wird.

Wer seinen Kaffee oder Tee gern gesüßt genießt oder zur ergänzenden Zahnpflege zuckerfreie Kaugummis „mit Geschmack“ kaut, ist mit diesen Produkten gut bedient. Auch Bonbons, Süßspeisen und andere Nahrungsmittelzubereitungen lassen sich so „versüßen“. Natürlich wäre es ein Trugschluss, dann aus einem vermeintlich sicheren Gefühl heraus die Zahnpflege zu verringern, weil auch Säuren in Nahrung und Getränken Karies verursachen und nicht ständig ohne Gegenmaßnahmen auf die Zähne einwirken dürfen.

Zuckeraustauschstoffe haben sich viele Jahre lang bewährt, sind in geringen Mengen sicherlich unbedenklich, nicht kariesauslösend, genussfördernd und nahezu nebenwirkungsfrei. Eine kritische Beurteilung ist aber durchaus sinnvoll und wird Gegenstand weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen sein.

Eine zuckerarme Ernährung ist die Grundlage einer ausgewogenen und zahngesunden Ernährung und sollte bereits frühkindliches Erziehungsziel sein.

Weitere Infos gibt es unter www.zahnarzt-diebler.de.

bri / Dres. Diebler, Foto: fotolia, 10.02.2015, 09:04
Redakteure CON

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