Das Geschäft mit der Krankheit

Senioren. 

Medikamente sind ein Milliardenmarkt: Die Deutschen geben jährlich über 33 Milliarden Euro für Arzneimittel aus. Die Botschaft der Pharmabranche lautet: Für und gegen alles gibt es die passende Medizin. "ZDFzoom" beleuchtet heute Abend um 22.45 Uhr "Das Geschäft mit der Krankheit - Wie wir zu Patienten gemacht werden".

Werden immer häufiger normale Zustände zu Krankheiten erklärt, für die dann Medikamente zur Verfügung stehen? "ZDFzoom"-Autorin Sonja Kolonko begibt sich auf Spurensuche auf dem Feld der erfundenen Krankheiten.

"Ein klassisches Beispiel für eine erfundene Krankheit sind die so genannten Wechseljahre des Mannes. Die gibt es nicht", so die pharmakritische Ärztin Dr. Christiane Fischer in der Dokumentation. Die Industrie dagegen bestreitet, gewöhnliche Beschwerden zu behandlungsbedürftigen Zuständen zu stilisieren: "Wir erleben des Öfteren, dass junge Leute älteren Menschen erklären wollen, dass ihre Alterungsbeschwerden normal seien. Ältere Leute sehen das völlig anders", so Siegfried Throm vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller.

"ZDFzoom"-Autorin Sonja Kolonko spricht mit Ärzten und Patienten, recherchiert Verflechtungen der Pharmaindustrie mit Ärzten. Sie konfrontiert Strippenzieher, die sich damit brüsten, durch "intensive PR" neue Krankheitsbegriffe geschaffen zu haben. Die Dokumentation gibt Antworten auf die Frage: Wann sind Medikamente sinnvoll - und wann Geldmacherei?

cre/ots, Foto: obs/ZDF/Dieter Stürmer, 03.08.2016, 04:00
Redakteure CON

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