Das Gehirn und unser Gedächtnis

Senioren. 

Die renommierte Ernährungsmedizinerin Dr. Stephanie Grabhorn beantwortet die wichtigsten Fragen zum Wunderwerk Gehirn.

Wie merkt sich das Gehirn wichtige Dinge?

Der genaue Ablauf im Gehirn ist immer noch eines der größten Rätsel der medizinischen Wissenschaft. Bisher ist bekannt, dass unser Gedächtnis durch die Verbindung und Vernetzung von Millionen sternenförmiger Gehirnzellen entsteht. Diese Zellen erfassen und speichern Informationen und rufen sie bei Bedarf als Erinnerung ab.

Was braucht das Gehirn, um zu funktionieren?

Im Gehirn gibt es Regionen, die für die Koordination unterschiedlicher Aufgaben zuständig sind. Ähnlich wie ein Muskel braucht das Gehirn für seine Funktionsfähigkeit ständiges Training. So werden die Gehirnzellen beim Rätsel-Lösen, beim Lesen oder auch durch Gespräche angeregt. Da das Gehirn aus Millionen von Zellen besteht, wird viel Energie verbraucht. Eine gesunde Ernährung ist also genauso wichtig wie ein regelmäßiges Gehirntraining. Auch die richtigen Mikronährstoffe und Vitamine in einer ausgewogenen Balance tragen ihren Teil dazu bei, um das Gehirn leistungsfähig zu halten. Mikronährstoffkombinationen stellen daher eine gute Unterstützung für ein funktionierendes Gedächtnis dar.

Was versteht man unter Brainfood?

Generell ist eine gesunde Ernährung mit frischem Obst und Gemüse wichtig, da das Gehirn viele Nährstoffe benötigt. Es gibt darüber hinaus bestimmte Mikronährstoffe, auf die speziell das Gehirn angewiesen ist, um den Stoffwechsel von Gehirnzellen zu gewährleisten und z.B. oxidativen Stress zu verhindern. Konkret fördern
Phospholipide und Omega-3-Fettsäuren als wichtige Bestandteile der Nervenzellmembranen die Reizübertragung und -weiterleitung, Coenzym Q10 den Energiestoffwechsel im Gehirn. Pantothensäure, Vitamin B6, B12 und Folsäure unterstützen den Abbau des Gefäß schädigenden Homocysteins, Omega-3-Fettsäuren zudem die Durchblutung. Nahrungsmittel wie Fisch, Obst und Gemüse, Milch- und Vollkornprodukte, aber auch Soja, Nüsse, wertvolle Speiseöle und Eier beinhalten diese Nährstoffe und gelten daher als Brainfood - Futter für's Gehirn.

Was passiert im Gehirn, wenn man vergesslich wird?

Unser Gedächtnis funktioniert auf zwei grundlegende Arten:
Wachstum von neuen Verknüpfungen im Gehirn und Weiterleitung von Informationen. Beides muss reibungslos funktionieren. Wenn die Zellen nicht mehr schnell genug neue Verknüpfungen bilden können, da sie nicht mehr so gut wachsen, kann es sein, dass wir uns Dinge nicht mehr einfach merken können. Aber auch die Weiterleitung im Gehirn kann gestört sein. Dann kommt es auch zu Gedächtnisverlust, z.B. bei der Krankheit Alzheimer.

Gibt es Tricks oder Tipps gegen die Vergesslichkeit?

Grundsätzlich sollte das Gehirn immer aktiv bleiben. Dazu können Tätigkeiten wie Lesen, Rätseln oder Gespräche dienen, die unser Gehirn fordern. Auch Bewegung kann hier helfen, um die Durchblutung des Gehirns zu verbessern, damit Sauerstoff und Nährstoffe ausreichend vorhanden sind. Eine gute Ernährung trägt auch dazu bei, das Gehirn mit Mikronährstoffen zu versorgen. Schließlich kann man seine grauen Zellen sinnvoll mit abgestimmten Mikronährstoffen (z. B. Orthomol Mental®) unterstützen.

cre/ots, Foto: obs/Orthomol GmbH, 05.11.2016, 04:52
Redakteure CON

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