Das Geschäft mit den Schmerzen im Kreuz

Senioren. 

Patienten mit Rückenbeschwerden landen in Deutschland Experten zufolge viel zu häufig auf dem OP-Tisch. "Leider werden Operationen heute beworben wie Autos oder Waschmaschinen", bemängelt der Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Uniklinik Köln, Prof. Peer Eysel, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Er rät Betroffenen, vor der Entscheidung eine zweite Meinung einzuholen. Auch der Chefarzt der Theresienklinik Bad Krozingen, Dr. Hans-Jürgen Hesselschwerdt, kritisiert, dass bei Rückenschmerzen zu viel operiert werde: "Es werden Erwartungen an einen schnellen Behandlungserfolg geweckt, die nicht immer erfüllt werden können." Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, Prof. Michael Nerlich, empfiehlt, vor einer OP alle anderen Maßnahmen auszuschöpfen. "Wird eine Physiotherapie lange und konsequent genug gemacht, ist sie in der Regel erfolgreich." Bei akuten Rückenschmerzen sei Bewegung die beste Medizin, ergänzt durch Wärmebehandlungen, manuelle Therapie und Schmerzmittel.

cre/ots, Foto: obs/Wissenschaftliches Institut der AOK/AOK-Mediendienst, 16.11.2016, 13:19
Redakteure CON

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