Bis zu 1.000 Personen feiern am Hauptbahnhof

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Die Polizeidirektion (PD) Hannover zieht ein positives Fazit ihres Silvestereinsatzes. Ohne größere Zwischenfälle sind die Feierlichkeiten anlässlich des Jahreswechsels in der Innenstadt und im Umland von Hannover zu Ende gegangen.

Insbesondere nach den Geschehnissen anlässlich des Jahreswechsels 2015/2016 in Köln, aber auch vor dem Hintergrund des aktuellen Vorfalls auf dem Berliner Weihnachtsmarkt war das Ziel der PD Hannover, durch mehr Präsenz ihren Teil dazu beizutragen, dass alle Feiernden die Silvesternacht, insbesondere in der City von Hannover, aber auch im Umland ausgelassen und in friedlicher Atmosphäre miteinander verbringen können. "Unser Konzept in der Innenstadt mit starker Präsenz und mit Signalwesten ausgerüsteten und dadurch deutlich sichtbaren Beamtinnen und Beamten ist aufgegangen", resümiert Einsatzleiter, Polizeirat Tobias Giesbert.

Insbesondere in der Zeit zwischen 21 und 23 Uhr kam es im Bereich zwischen dem Hauptbahnhof und dem Kröpcke zu häufigen Provokationen. Dank großer Polizeipräsenz konnten Eskalationen wiederholt verhindert werden. Zeitweise hielten sich bis zu 1.000 Menschen im Hauptbahnhof Hannover und auf dem Vorplatz auf. Dabei handelte es sich laut Polizei hauptsächlich um junge Männer mit Migrationshintergrund, die teilweise immer wieder durch distanz- und respektloses Verhalten auffielen. "Hier haben wir unsere Präsenz noch einmal deutlich erhöht und dadurch Straftaten verhindert", ist sich Giesbert sicher. Der Einsatzleiter ergänzt: "Natürlich kommt es dort, wo viele Menschen ausgelassen und häufig unter dem Einfluss von Alkohol feiern, auch zu Straftaten."

Die Zahl derer ist nach einer ersten Auswertung jedoch bislang überschaubar. Meistens handelte es sich dabei um Körperverletzungsdelikte oder Streitigkeiten sowie Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz durch nicht zugelassene Feuerwerkskörper, wegen der die Beamten Strafverfahren einleiteten.

Nur selten mussten die Einsatzkräfte tatsächlich eingreifen. So zum Beispiel gegen 00:50 Uhr in der Stadtbahnstation "Aegidientorplatz. Dort nahmen Beamte unmittelbar nach der Tat einen 25 Jahre alten Mann fest, der einer 32-Jährigen an die Brust gefasst hatte. Gegen ihn ermittelt die Polizei jetzt wegen sexueller Belästigung und wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, weil er sich bei seiner Festnahme zur Wehr setzte. Der Mann muss bis 10 Uhr am Neujahrstag im Polizeigewahrsam bleiben. "Die meiste Zeit blieb es aber, vor allem durch unsere starke Präsenz, friedlich", ergänzt Giesbert weiter.

Eine endgültige Zahl der bei der Polizei bekannt gewordenen Straftaten wird der PD Hannover jedoch erst in einigen Tagen vorliegen.

bri, 01.01.2017, 10:37
Redakteure CON

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