Benther Bürger diskutieren über "Fremdenfreundlichkeit"

Benthe. 

Einige haben es selbst erlebt, andere aus verlässlichen Quellen erfahren: In Benthe hat es in letzter Zeit einige Vorfälle von Fremdenfeindlichkeit gegeben. "Aber grundsätzlich leben hier alteingesessene Bürger und neu Zugezogene gut miteinander, jeder grüßt freundlich den anderen", so die Meinung der 15 Mitbürger, die sich gestern Abend im Benther Gemeindehaus versammelten, um auf Initiative von Pastor Martin Funke über dieses Thema zu diskutieren.

Viele sehen die neue Situation für sich persönlich durchaus positiv: "Ich habe durch meine Arbeit im Flüchtlingskreis viele neue Kontakte im Ort knüpfen können", so eine Bürgerin. Trotzdem haben die Teilnehmer gestern Abend beschlossen, auf die Vorfälle in jüngster Vergangenheit zu reagieren: "Es ist untragbar, wenn Mitglieder unseres Flüchtlingskreises hier für ihre ehrenamtliche Arbeit in abfälliger Weise kritisiert werden oder Benther Bürger nicht mit Neubürgern an einem Tisch sitzen möchten." Und ein anderen Teilnehmer: "Ganz wichtig ist es, bei fremdenfeindlichen Äußerungen sofort zu reagieren und die Menschen namentlich anzusprechen. Oftmals handelt es sich um pauschale Vorurteile, weil die Kritiker einfach falsch informiert sind." Eine weitere Frage war, wie auf fremdenfeindliche Kommentare in sozialen Medien reagiert werden kann. Angeregt wurde auch, wie bisher Hilfe für Flüchtlinge anzubieten, aber sich ebenfalls für mehr gegenseitige Unterstützung untereinander einzusetzen - denn auch viele Flüchtlinge würde gerne anderen helfen. Sie waren bereits aktiv bei der Pflege der Beete in der Ortsmitte dabei. "Eine weitere Idee ist, bei der von uns geleisteten Nachhilfe auch deutsche Schüler mit einzubeziehen", so ein Mitglied des Willkommenskreises, der sich jeden 2. Dienstag um 19.30 Uhr im Benther Gemeindehaus Am Wallbrink trifft. Als weitere Maßnahme soll ein öffentlicher Text verfasst werden, der die Fremdenfreundlichkeit in Benthe unterstreichen soll. Dieser soll im Gemeindebrief und Schaukästen veröffentlicht werden. 

dom, 19.10.2016, 10:00
Redakteure CON

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