Dem Betreuungsmangel entgegenwirken, aber wie?

Die Kita in Empelde.

Ronnenberg. 

Zur Kommunalwahl stellte CON den Politikern Fragen zu Themen, die die Stadt Ronnenberg bewegen. Jeden Tag wird eine Frage mit den Antworten der Kandidaten veröffentlicht:

Wie kann dem Mangel an Betreuungsplätzen in allen drei Bereichen Ihrer Meinung nach politisch entgegen gewirkt werden?

SPD: Dieter Schur

"Die Schaffung der Ganztagsgrundschulen wird Abhilfe bei den Horten schaffen, ohne die Eltern mit Gebühren zu belasten. Hinsichtlich der Kinderkrippen und Kindergärten werden wir die gesetzlichen Aufträge gerne erfüllen."

CDU: Hans-Heinrich Hüper

"Wenn neue Baugebiete ausgewiesen werden müssen die Einrichtungen zeitnah gebaut werden und nicht erst so verspätet und nachträglich. Das Anmeldesystem für Kita-Plätze muss angepasst werden. Hier profitieren mehrere. Die Eltern erfahren früher ob und welchen Platz sie bekommen, damit können die Eltern und ihre Arbeitgeber besser planen, aber auch die Stadt kann vorausschauender planen und weiß deutlich eher wie viele Plätze noch fehlen und kann mit einem größeren Zeitvorlauf zusätzliche Plätze schaffen. Es sollte auch mit anderen Trägern weitere Gespräche geführt werden wie aktuell die Gespräche mit der katholischen Kirche in Ronnenberg."

Grüne: Michael Kühn

"Die Grünen setzen sich ein für den bedarfsgerechten Erhalt bzw. Ausbau des Krippen-, Kindergarten- und Hortangebotes. Darüber hinaus gehört auch die Weiterentwicklung der Kindertagesstätten zu noch besser qualifizierten Bildungseinrichtungen. Wir stehen für bedarfsgerechte Öffnungszeiten und ausreichende Anzahl von Hort- und Ganztagsplätzen in den Kindergärten und Krippen. Dazu bedarf es einer inhaltlichen Zusammenarbeit zwischen Grundschulen und Horten (Hausaufgabenhilfe).Weiter ist uns wichtig die Verbesserung der Standards in den Tageseinrichtungen für Kinder. Die Mindestqualifikation muss für die pädagogischen Mitarbeiter*innen als Erzieher(in) sein. Der Betreuungsschlüssel soll auf mindestens drei Erzieher*innen pro Gruppe in Kitas und Krippen verbessert werden. Hierfür fordern wir eine Erweiterung der Finanzierungsbeteiligung von Bund und Land. Gleichzeitig fordern wir eine frühkindliche Entwicklungsbeobachtung und eine frühzeitige qualifizierte Sprachförderung. Diese muss den individuellen Förderbedürfnissen der Kinder entsprechen."

Freie Wähler: Michael Sennholz

"Ronnenberg steht noch vergleichsweise gut da. Allerdings haben sich die gesetzl. Vorgaben in den vergangenen Jahren zur Schaffung ausreichender Betreuungsplätze erheblich verschärft. Viele Kommunen können hier nicht Schritt halten. Weiteres Problem ist die ungenügende Zahl qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den genannten Einrichtungen. Jahrelang wurde es versäumt, eine ausreichende Zahl notwendiger Mitarbeiter im Haushalt einzuplanen und leistungsgerecht zu vergüten. Am Markt gibt es zudem nur wenig Interessenten für das hier angebotene Lohngefüge tätig zu werden."

FDP: Dieter Herbst

"Kontinuierlicher und bedarfsgerechter Ausbau der Kita’s/Krippen/Horte. Öffnungszeiten müssen sich dem realen Bedarf der schichtarbeitenden Eltern anpassen. Das heißt: Öffnungszeiten auch an Wochenenden! Die „betreute Ganztagsschule“ soll ein Angebot sein."

AFD: Georg Zimbelmann

"Die Politik muss endlich lernen, die Prioritäten nicht nur zu benennen, sondern diese auch entsprechend zu behandeln. Finanzierung? Die Bereitschaft der Politik nur einen geringen Teil der Gelder aus der Migrantenbetreuung mit derselben Leichtigkeit in die Kinderbetreuung umzuleiten und – wir schaffen das!"

cms, 08.09.2016, 00:51
Redakteure CON

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