"Die Schullandschaft wird sich verändern"

Die Grundschule in Empelde soll zu einer Ganztagsgrundschule werden.

Empelde. 

Zur Kommunalwahl stellte CON den Politikern Fragen zu Themen, die die Stadt Ronnenberg bewegen. Jeden Tag wird eine Frage mit den Antworten der Kandidaten veröffentlicht:

Wie wird es aus Ihrer Sicht mit den Grundschulen und der weiterführenden Schule in den Ortsteilen weitergehen? Wollen Sie an der Schullandschaft, so wie sie jetzt ist, festhalten? Wie stehen Sie zum Thema Ganztagsgrundschulen?

SPD: Dieter Schur

"Positiv! Vier gebundene Ganztagsgrundschulen befürworten wir. Die Marie-Curie-Schule - ein Erfolgsmodell- soll ebenfalls weiter entwickelt werden."

CDU: Hans-Heinrich Hüper

"In jedem Fall den Bürgerwillen berücksichtigen. Da wir einen 2. Grundschulstandort in Empelde einrichten müssen können wir sowohl eine freie Ganztagsschule einrichten wie auch bei Bedarf eine verpflichtende Ganztagsschule anbieten."

Grüne: Andreas Beichler

"Da die Theodor Heuss Schule in Empelde als erste Schule Ronnenbergs zu einer gebundenen Ganztagsgrundschule weiterentwickelt werden soll und aufgrund der wachsenden Schülerzahlen schon bald zu klein sein wird, ist ein zweiter Grundschulstandort in Empelde notwendig. Bündnis 90/Die Grünen Ronnenberg halten eine sorgfältige Abwägung des Für und Wider eines neuen Schulstandortes für notwendig. Wir würden eine Diskussion über eine mögliche inklusive Ganztagsgrundschule begrüßen. Wir treten dafür ein, dass alle anderen Grundschulen Ronnenbergs ebenfalls zu gebundenen Ganztagsschulen weiterentwickelt werden und sukzessive modernisiert werden. Schon deshalb wird sich die Schullandschaft Ronnenbergs verändern. Außerdem werden wir uns für die Einrichtung eines Gremiums der Ronnenberger Schulen zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Schulkonzeptes zu Themen wie Ganztagsschule, Inklusion oder Integration von Flüchtlingskindern einsetzen, mit Berücksichtigung der unterschiedlichen Voraussetzungen der einzelnen Stadtteile. Die Grünen in Ronnenberg werden sich für eine sowohl konzeptionell und personell als auch sachlich gut ausgestattete Ganztagsschule einsetzen, die allen Schülern ein qualifiziertes Angebot bietet und in der die Aktivitäten in einem konzeptionellen Zusammenhang stehen, in der eine ausreichende Ausstattung mit zusätzlichem Personal, ein zufriedenstellendes Raumangebot und notwendige Sachmittel vorhanden sind und pädagogische Konzepte, in denen über den normalen Schulfächerkanon hinaus die Freizeitgestaltung der Schüler als zusätzliche pädagogische Aufgabe enthalten ist und in denen Umwelterziehung sowie Sport-, Musik- und Kunstangebote von hoher Qualität vorgehalten werden. Die Finanzierung muss so gestaltet werden, dass prekäre Arbeitsverhältnisse an den Schulen vermieden werden."

Freie Wähler: Michael Sennholz

"Ganz klar: Konzentration auf das Wesentliche! Schulstandorte mit unter 30 Grundschülern pro Schule sind nicht zweckmäßig. Die Erweiterung der Theodor-Heuss-Schule in Empelde ist des Zuzugs neuer Mitbürger geschuldet und somit notwendig. Besonders zu berücksichtigen sind hier Herkunft der Schüler und einhergehend die neue soziale Struktur in der Schule. Ganztagsgrundschulen sind vom Gesetzgeber vorgegeben, sinnvoll und notwendig wenn entsprechende Nachfrage in Ronnenberg besteht."

FDP: Cornelia Rupsch

"Die KGS stellt das Bildungsangebot für die Schüler der Sekundarstufen I und II sicher. Damit müssen die Schülerinnen und Schüler keine weiten Wege zurücklegen, um zur Schule zu gelangen. Die Vermeidung von weiten Wegen ist auch für Grundschüler wichtig. Deshalb sollen die Grundschulen in den Orten erhalten bleiben. Ein Ausbau der Theodor-Heuss-Schule zur Ganztagsschule ist insbesondere in Hinblick auf arbeitende Eltern zu begrüßen, damit die Betreuung der Kinder sichergestellt wird. Jedoch muss man darauf achten, dass die Finanzierung nicht auf Kosten von anderen Bildungsprojekten geschieht."

AFD: Georg Zimbelmann

"Wir sind für den konsequenten Ausbau und die Weiterentwicklung des dreigliedrigen Schulsystems. Wir sind gegen weitere ideologische Experimente. Da immer mehr Familien mit zwei berufstätigen Elternteilen den Lebensunterhalt bestreiten müssen, sollten Ganztagskonzepte zur Verfügung stehen. Diese dürfen nicht verpflichtend sein, um den Eltern ihr zugesichertes natürliches Recht auf Pflege und Erziehung nicht zu entziehen."

cms, 07.09.2016, 00:39
Redakteure CON

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