Flüchtlingsheim und Waizenkamp-Wohnungen sind erste Wahl

Das Flüchtlingsheim an der Einsteinstraße in Barsinghausen ist für die Unterbringung von Studenten geeignet, allerdings ist die Lage nicht optimal.Die Wohnungen der KSG im Waizenkamp müssten möbliert werden. Dies kann das Studentenwerk nicht finanzieren.

Barsinghausen / Empelde / Region. 

Mehrere Städte in der Region haben dem Studentenwerk Gebäude, Wohnungen und Zimmer für die Unterbringung von Studenten angeboten. Aktuell hat das Studentenwerk über 2.000 Anwärter auf einen Platz im Studentenwohnheim auf seiner Warteliste stehen. Im Gegenzug haben mehrere Kommunen freie Wohnungen und Zimmer, die ursprünglich für die Unterbringung von Flüchtlingen gebaut wurden. „In unserem Ranking stehen das Flüchtlingsheim in Barsinghausen an der Einsteinstraße und Wohnungen der Kreissiedlungsgesellschaft im Waizenkamp im Ronnenberger Ortsteil Empelde ganz oben“, berichtete Eberhard Hoffmann, Geschäftsführer des Studentwerks nach einer ersten Standortbesichtigung. In der nächsten Woche wird er das Barsinghäuser Flüchtlingsheim mit Vertretern der Region und der örtlichen Verwaltung genauer inspizieren. „Das Gebäude scheint gut geeignet zu sein für die Unterbringung von Studierenden, allerdings ist die Lage nicht optimal“, so Hoffmann. Der Weg zur S-Bahn und die fast 40-minütige Fahrt nach Hannover seien für Studierende problematisch. „Gerade für ausländische Studenten ist es wichtig, in der Nähe der Universität zu sein, um die Kommilitonen und die Lernorte kennenzulernen“, sagte er.

Die Wohnungen in Empelde haben eine gute Lage, sind allerdings nicht möbliert. „Das Studentenwerk kann nicht die Einrichtung der Wohnungen finanzieren, da müsste es eine andere Lösung geben“, erklärte Hoffmann. Ohnehin sei das Studentenwerk nicht in der Lage, die leerstehenden Gebäude der Kommunen zu finanzieren. „Wir können uns nicht für die nächsten zehn Jahre Gebäude ans Bein binden, die wir dann nicht benötigen“, sagte er. Hoffmann hält es weiterhin für sinnvoll, dass in Hannover Studentenwohnungen gebaut werden.

Da das Semester bereits seit einem Monat läuft, hat Hoffmann eine Online-Umfrage gestartet, um festzustellen, wie viele Studenten überhaupt noch auf der Suche nach einer geeigneten Unterbringung sind. „Erst wenn wir diese Zahlen haben, kennen wir den exakten Bedarf“, so Hoffmann.

bri, 17.11.2016, 14:27
Redakteure CON

Kommentare

FoxTwoK - , 18.11.16 13:43:
40 Minuten S-Bahn-Fahrt nach Hannover sind Studenten nicht zumutbar... HALLO!!!??? Ich bin mit Öffies 1 1/2 Stunden unterwegs von Basche zu meinem Arbeitsplatz in der Gegend vom Flughafen...!

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