Herr: Wirtschaftsförderer Mainka soll sich um Wirtschaftsbetriebe kümmern

Holtensen / Linderte. 

Die Sperrung der Linderter Straße in Holtensen führt zu politischen Reaktionen. Nach der Berichterstattung auf CON (Link) hat sich gestern mit Hans-Jürgen Herr (FDP) ein Ratsherr die Situation vor Ort angeschaut: "Die Situation stellt sich so dar, dass einem Verkehrsteilnehmer aus Richtung Hannover an der Ampelkreuzung B 217 / Linderter Straße zunächst nur eine Vollsperrung mit massiver Absperrung und einem entsprechenden Verkehrsschild auffällt. Kein Umleitungshinweis – nichts", ist Herr irritiert. Wer dann doch versuche, irgendwie in die Straße einzubiegen, stelle fest, dass neben der
massiven Absperrung eine Lücke gelassen wurde mit einem Sackgassenschild und dem Hinweis ´frei bis zur Baustelle´. "Da nirgendwo steht, wo denn die Baustelle gerade ist, fährt man los und stellt fest, dass kurz hinter der Kirche eine Baustelle die gesamte Straße versperrt". Von einer ´jederzeit
möglichen innerörtlichen Durchfahrt für die Anlieger´ wie es die Gemeinde in einer Pressemitteilung angekündigt hatte, könne laut Hans-Jürgen Herr "überhaupt keine Rede sein". Wer ins Holtenser Neubaugebiet möchte oder den Obsthof Zabel oder gar das von "Herrmann Catering" betriebene Dorfgemeinschaftshaus in Holtensen besuchen wolle, dürfe via Weetzen und Vörie oder via Bennigsen und Lüdersen einen zweiten Anlauf machen. "Für Ortsunkundige erscheint das schier aussichtslos", findet Herr.

Dem Bürgermeister hat er dazu einige Fragen gestellt. So möchte der Freidemokrat gerne wissen. wer für die Sperrung ohne innerörtliche Durchfahrtmöglichkeit verantwortlichsei und was unternommen wird, um zumindest die öffentlich zugesagte „jederzeitige innerörtliche Durchfahrtmöglichkeit“ sicher zu stellen. "Ist geplant, bei nachgewiesenen wirtschaftlichen Einbußen von betroffenen Betrieben, eine Kompensation anzubieten? Immerhin ist bei einem ortsansässigen Obstbaubetrieb denkbar, dass bei stark eingeschränkter Erreichbarkeit über mehrere Monate ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entsteht", so Herr. Bezüglich der Vorstellung von digitalen Möglichkeiten und der Überlegung, für die Gemeinde Wennigsen einen Chat-Roboter anzuschaffen, fragt Herr: "Ist die vorgesehene Anschaffung eines Chat-Roboters ein erster Hinweis darauf, dass man zukünftig sich den Bürgern gegenüber abschotten möchte, speziell, wenn es unangenehm wird?" Und auch Christian Mainka, der als Projektverantwortlicher für das Digitale aber auch als Wirtschaftsförderer für die Betriebe in Wennigsen Ansprechpartner ist, wird von Herr erwähnt: "Ist es vorstellbar, den örtlichen Wirtschaftsförderer vorrangig mit der aktiven Information von örtlichen Wirtschaftsbetrieben zu betrauen und vorausschauende Schadensbegrenzung zu betreiben?"

hug, 09.09.2016, 09:41
Redakteure CON

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