IG Freibad: "Schwimmbäder sind Daseinsvorsorge"

Empelde. 

Ein vollständig saniertes und beheiztes Freibad wird die Besucher anlocken, davon ist die IG Freibad Empelde fest überzeugt und kann Diskussionen über Besucherzahlen nicht verstehen.

"Die Besucherzahlen für die Saison 2016 bestätigen nur eine Binsenweisheit: Das Wetter beeinflusst den Besuch eines Freibades. Alle anderen Schlussfolgerungen sind unseriös", sagte Christa Kuck-Meens von der IG. Die kühle und nasse Phase am Anfang dieses Sommers habe nicht nur dem Empelder Freibad schwer zugesetzt, sondern allen Freibädern und den Tourismusregionen an Nord- und Ostsee. Allerdings habe sich das Bild im August und September verändert - der Spätsommer zeigt sich seither von seiner Schokoladenseite. "Viele Freibäder in der Region haben deshalb deutlich länger geöffnet als in anderen Jahren und verzeichnen einen starken Anstieg der Besucherzahlen gegen Ende der Saison", so Kuck-Meens.

Wer sich letzte Woche in den Freibädern der Umgebung aufgehalten hat, konnte mit eigenen Augen sehen: Hier sind hohe Besucherzahlen und damit gute Umsätze erzielt worden. Das könnte in Zukunft in einem beheizten und sanierten Empelder Freibad auch erreicht werden.

Nachdem die Entscheidung für die Sanierung des Empelder Freibades gefallen ist, gibt es nach Meinung der IG Freibad Empelde nur eine Zielrichtung: Das Freibad ist so optimal und zügig herzurichten - mit Beheizung und Abdeckung - wie es nur möglich ist. "Dass die Freibadsanierung ein Erfolg wird, daran sollten nun alle Kommunalpolitiker ein Interesse haben", betonte Kuck-Meens.

Die nicht aussagefähigen Besucherzahlen 2016 zum Anlass zu nehmen, um Kritik am Erhalt des Freibades zu üben, ist nach Meinung der IG nicht überzeugend. Stattdessen sollten die positiven Berichte der Freibäder in Hannover und der Region zum Anlass genommen werden, in den nächsten Jahren auch eine flexible Anpassung der Öffnungszeiten an die Wetterlage vorzunehmen. "Die Stadt sollte sich darauf vorbereiten, dass eine Freibadsaison statt vier Wochen (2016) auch 25 Wochen umfassen kann. Verlängerte Öffnungszeiten in einem beheizten Freibad führen auch zu deutlich höheren Besucherzahlen", sagte Kuck-Meens.  Es müsse an die zunehmende Zahl unserer Kinder und Jugendlichen vor Ort denken, denen mit einem Freibad ein attraktives Angebot nicht nur in den Ferien gemacht werden kann.

„Schwimmbäder sind keine Verhandlungsmasse zur Sanierung öffentlicher Kassen!“ Dieser Feststellung von Uwe Lübking, dem Beigeordneten des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, schließt sich die IG an. Sportstätten, und damit auch Schwimmbäder, seien zwar freiwillige Aufgaben der Kommunen, aber gleichwohl Teil der Daseinsvorsorge für den Bürger.

bri, Foto: privat, 22.09.2016, 12:42
Redakteure CON

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