Taufgespräche führten zu 40 Jahren Posaunenchor

Ronnenberg. 

Taufgespräche, Werbung in der Gemeinde und vielleicht der Zufall führten vor 40 Jahren dazu, dass nach Ronnenberg Zugezogene mit Chorerfahrung den Ronnenberger Posaunenchor wieder belebten. „Wir ließen damals unseren Sohn Gunnar taufen und kamen mit dem damaligen Pastor Bochow auch über die Posaunenchorarbeit ins Gespräch. Später gab es dann ein Treffen im Gemeindehaus mit mehreren Interessierten“, erinnert sich Karl-Heinz Rieke. Zur gleichen Zeit kam es auch zur Gründung einer Bläsergruppe in Empelde. Hier war das Gespräch mit Pastor Arnold anlässlich der Taufe von Birgit Niemeyer Impuls, ansässige Bläser zur Bildung eines Posaunenchores zusammen zu führen. Die Vereinigung mit den Ronnenbergern erfolgte sehr bald. Chorleiter wurde Friedrich Niemeyer. Er hatte bereits als 14-Jähriger im Posaunenchor Hannover-Limmer und im Jugendblasorchester Hannover mitgewirkt.

Dieses Jubiläum, 40 Jahre Posaunenchor Ronnenberg unter gleicher Leitung, wird nun im September gefeiert. Zum Auftakt laden die Bläser am Sonnabend, 10. September, um 18 Uhr zu einem Konzert in die Johanneskirche Empelde, Hallerstraße 3, ein. Es erklingt Musik aus sechs Jahrhunderten. Mit dabei sind auch sieben Musiker aus Hartha in Sachsen, der Partnergemeinde der Michaeliskirche. Am Sonntag, 11. September, folgt um 10.15 Uhr ein ökumenischer Festgottesdienst in der Michaeliskirche in Ronnenberg mit Gästen aus Duclair. „Es haben sich einige Ehemalige angemeldet, die auch im Gottesdienst mitspielen werden“, freut sich Friedrich Niemeyer. Es werden mehrere Bläserinnen und Bläser vom Landesposaunenwart Henning Herzog ausgezeichnet, unter anderem für 50 und 25 Jahre aktives Mitwirken in einem Posaunenchor. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen Empfang. Passend zum Jubiläum erscheint eine Festschrift mit Grußworten und der Chronik. Der Posaunenchor besteht zurzeit aus 27 Aktiven im Alter von 9 bis 81 Jahren. Wert legte der Chor immer auf Nachwuchsarbeit. „Wir verfügen über zahlreiche Instrumente, so dass Interessierte, die ein Instrument erlernen wollen, diese erst einmal nutzen können“, erklärt Friedrich Haeseler. Auftritte in Gottesdiensten in allen Ronnenberger Kirchengemeinden und bei Festen gehören zum Jahresprogramm. In diesem Jahr spielten einige Mitglieder mit bei der Fête de la Musique auf dem Opernplatz in Hannover. Fahrten zu Kirchentagen oder Posaunentagen, Konzertreisen in die Partnerstädte Duclair oder Hartha, nach Finnland, Rumänien oder sogar Brasilien stärkten auch den Zusammenhalt im Posaunenchor. Seine Mitglieder kommen aus Ronnenberger Ortschaften, aber auch darüber hinaus aus Nachbarkommunen. Seit ein paar Jahren gibt es neben dem eigentlichen Posaunenchor auch eine Seniorengruppe. Das musikalische Repertoire ist groß – es reicht von alter Bläsermusik bis hin zu modernen Arrangements mit „Bigband-Anklängen“, wie Friedrich Niemeyer sagt. Der Posaunenchor Ronnenberg probt jeweils dienstags von 19.30 bis 21.15 Uhr. Interessierte Musikerinnen und Musiker sind herzlich willkommen.

red, 01.09.2016, 12:06
Redakteure CON

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