Alles nur ein Kommunikationsproblem?

Rund 20 Mitbürger versammelten sich in der Cafeteria der Waldorfschule.Die Gastgeber: von links Silvia Feige-Oesker (Geschäftsführung), Antje Sevenich (Vorstand), Kornelia Weber (Vorstand) und Anne Tank.Mit dabei: von links Ortsbrandmeister Jörg Schönfeld, Ortsratsmitglied Claudia Nolting und Ortsbürgermeister Rainer Müller-Nolting.

Sorsum. 

Zum Thema Verkehrssituation beim geplanten Basar der Freien Waldorfschule Sorsum am 19. November lud gestern Abend der Vorstand der Schule noch einmal zu einem Runden Tisch, um mit Bürgerinnen, Bürgern und Vertretern von Ortsrat und Feuerwehr die Situation zu erläutern. Zum letzten Treffen waren Ortsvertreter nicht eingeladen worden, sie erfuhren von einer geplanten Vollsperrung der Weetzener Straße zur Verkehrsberuhigung aus der Presse (CON berichtete). 

"Bisher war bei allen Veranstaltungen grundsätzlich nur ein einseitiges Halteverbot eingerichtet worden, davon war die Schule auch diesmal ausgegangen. Dann war von Seiten der Region auf einmal von einer Vollsperrung die Rede, das war auch für uns sehr überraschend", so Kornelia Weber, Vorstandsmitglied und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

Doch Ortsbürgermeister Rainer Müller-Nolting sieht ganz klar ein Kommunikationsproblem: "Es ist unakzeptabel, dass die Gesprächsrunde ohne Beteiligung des Ortsrats stattgefunden hat. Bisher war in Bezug auf die Parksituation bei Schulveranstaltungen ein Zustand der allgemeinen Zufriedenheit erreicht - jetzt ist wieder Aufruhr im Ort". Ganz besonders die eventuell geplante Einbahnstraßenregelung stieß nicht gerade auf Begeisterung bei den Mitbürgern. "Deswegen werde ich mich an die Region wenden. Auch wir haben noch keine genauen Informationen, wie die Maßnahmen im Einzelnen durchgeführt werden", erläutert Kornelia Weber . "Doch die geplante Vollsperrung werden wir nicht ändern können, sie wurde von der Straßenbehörde der Region angeordnet - die Maßnahme kostet uns 2.000 Euro". Diesen Einwand nahm Sorsums ehemaliger Bürgermeister Klaus Beckers zum Anlass, noch einmal auf die Möglichkeit hinzuweisen, ein in der Nachbarschaft gelegenes Grundstück zu kaufen und dort weitere Parkplätze zu schaffen: "Das hatte ich schon vor Jahren angeregt. Dann wären die Parkplatzprobleme - die ja mehrmals im Jahr auftreten - langfristig gelöst, außerdem könnte die Schule das Gelände zu anderen Festlichkeiten im Ort weitervermieten". Silvia Feiger-Oesker, Mitglied der Geschäftsführung der Schule, wies darauf hin, dass dazu bereits Gespräche stattgefunden hatten, es aber zu keiner Einigung kam.

Lehrerin Katja Neubert, im Vorstand der Waldorf-Schule und auch Bürgerin in Sorsum, meldete sich ebenfalls zu Wort: "Wir verstehen, dass die Parksituation während unserer Veranstaltungen den Ort belastet. Man sollte aber auch einmal bedenken, dass Autos zu einer Großveranstaltung einfach dazugehören. Das ist nicht nur in Sorsum so."

Abschließend wurde die Situation noch einmal zusammengefasst: Die Vollsperrung der Weetzener Straße wird mit dem Hinweis "Anlieger frei" erfolgen – dadurch wird der Durchgangsverkehr zur B 217 umgeleitet. Außerdem wird ein einseitiges Halteverbot eingerichtet, nur im Kurvenbereich Dorfstraße bis Ecke Lemmier Straße erfolgt ein beidseitiges Verbot. Eine Einbahnstraßenregelung soll möglichst vermieden werden. Der ruhende Verkehr wird durch die Gemeinde Wennigsen überwacht, ebenso werden sich Schulscouts um die angereisten Besucher kümmern.

dom, 08.11.2016, 08:06
Redakteure CON

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