Flüchtlingsheim: Kämmerer schlägt AfD Akteneinsicht vor

Die Johanniter betreiben die Einrichtung, in der Flüchtlinge untergebracht sind.

Wennigsen / Degersen. 

Der Finanzausschuss der Gemeinde Wennigsen hat heute Abend über Sonderkosten für den Betrieb der Flüchtlingsunterkunft in der Max-Planck-Straße in Degersen gesprochen. Da die Einrichtung durch die Johanniter als Betreiber offenbar schneller nutzbar wurde, fallen auch bereits vorherige Kosten an. Am 15. April hatten die Johanniter den Betrieb übernommen (wir haben berichtet). Bis zum Jahresende wird die Gemeindeverwaltung alleine für den Betrieb des Hauses 580.000 Euro ausgegeben haben. Das sind rund 70.000 Euro im Monat. Die Verträge und was von ihnen abgedeckt wird, sind für die Öffentlichkeit nicht bekannt - und wurden auch auf Nachfrage im Finanzausschuss nicht näher benannt. Nur so viel: Es spielt keine Rolle, ob in der Unterkunft eine Person oder 50 Personen untergebracht sind. Das Grundstück und die Immobilie gehören der Gemeinde - aus Steuermitteln wurde das Haus bereits umfangreich umgebaut.

Die neugewählte Ratsfrau der Alternative für Deutschland (AfD), Birgit Werner, hatte eine Nachfrage: "Da der Vertrag nicht öffentlich ist, würde ich gerne wissen, wie ich ihn einsehen kann". Die Antwort kam prompt von Wennigsens Kämmerer Michael Beermann: "Sie können ja im Rat Akteneinsicht beantragen, das Recht steht Ihnen zu". Birgit Werner ließ zunächst offen, ob ihre Fraktion davon Gebrauch machen werde. Die nächste Ratssitzung findet bereits am Donnerstag statt. Hier könnte die AfD die Akteneinsicht beantragen.

hug, 05.12.2016, 21:38
Redakteure CON

Kommentare

FrankMues - , 06.12.16 09:29:
Es ist unfassbar, wie viel Geld da von der Gemeinde verschleudert wird. Und das auch noch unter einem geheimen Deckmantel. Wahrscheinlich hält die Verwaltung ihre Bürger für zu dumm, um zu "verstehen" wofür soviel Geld gebraucht wird. Wieviele KiTa Plätze könnte man für diese Summe betreiben. Und wieviele richtige Wohnungen könnte man von dem Geld bauen. In denen könnten die Asylbewerber dann selbstbestimmt wohnen. Und diese Wohnungen müssten sie dann auch selbst reinigen, statt sie, wie zur Zeit, durch Reinigungskräfte sauber machen zu lassen.

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