IGS statt KGS - Die Lösung für fehlende Schüler?

Wennigsen. 

Eine Veränderung soll es in der Sophie-Scholl Gesamtschule in Wennigsen geben. Doch wie wird diese aussehen? Für die Sozialdemokraten ist der Antrag, das Schulsystem in eine IGS abzuwandeln, ein „erster Impuls, um inhaltlich über die Schule nachzudenken“. Die Schule müsse wieder attraktiver werden. Alleine in diesem Jahr sind 56 Schüler weniger an der Schule, als im Vorjahr. CDU und FDP wollen dagegen nicht vorschnell handeln: „Wir sollten weitere Meinungen von der Elternschaft, den Lehrern und der Schulleitung einholen und dann sehen, welches Modell gewünscht wird“, erklärte Hans-Jürgen Herr. Für Schulleiterin Birgit Schlesinger ist das Problem der fehlenden Schülerzahlen klar: „Nicht das Schulmodell ist das Problem. Wir werden von anderen Schulen in Springe und Gehrden nicht eingeladen, um uns den Grundschülern und Eltern vorzustellen.“ Alleine im fünften Jahrgang sollen die Hälfte der 90 Schüler aus Springe, Ronnenberg und Gehrden kommen. „45 meiner Kollegen wollen keine IGS. Sie haben sich bewusst für dieses Modell entschlossen. Weitere zehn wollen eine IGS, die zehn anderen wollen sehen, was kommt“, so Schlesinger weiter.Für den Schulelternrat ist ebenfalls klar: Solle etwas inhaltlich an der Schule verändert werden, dann geschehe dies nicht alleine mit der Änderung von drei Buchstaben. Die Fraktionen einigten sich, den Antrag als behandelt zu betrachten und nicht darüber abzustimmen.

Eine große Änderung findet derzeit an der KGS statt. Wie Fachbereichsleiter Martin Waßermann mitteilte, sei der zweite Bauabschnitt nun entkernt und soll im Herbst 2017 fertig werden. Doch es gebe gewaltige Probleme: Die zu sanierenden WC-Anlagen können frühstens Ende Oktober wieder geöffnet werden. „Der Grund ist, dass Stoffe gefunden wurden, die dort nicht hingehören“, so Waßermann. Auch in Zukunft ist sich der Fachbereichsleiter sicher, dass die Gemeinde weitere siebenstellige Beträge in die Hand nehmen muss. „Das gilt nicht nur für die KGS, sondern auch für die Grundschulen. Und damit ist nicht der Brandschutz gemeint.“

Erfreulichere Nachrichten hatte dagegen Heiko Minde, Leiter des Gymnasialzweigs an der KGS. Er berichtete über das erste Abitur an der Schule. „Insgesamt haben wir mit drei elften Klassen und 78 Schülern gestartet.“ 30 Prozent der Schüler war vorher nicht auf dem Gymnasialzweig. „Am Ende schafften es 59 Schüler zu bestehen“, so Minde. Die Durchschnittsnote lag mit 2,63 nur knapp unter dem Landesschnitt. Insgesamt fünf Schüler schafften eine Eins vor dem Komma. Der beste Schnitt lag bei 1,2.

cms, 27.09.2016, 07:43
Redakteure CON

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