Kommunalwahl: Sieben Parteien und Gruppen wollen in den Rat

Wer hat nach der Wahl die Mehrheit im Gemeinderat?

Wennigsen. 

Nichts geht mehr: Wer sich schon immer einmal für kaum Geld mit hohem Zeitaufwand für seine Mitmenschen aufreiben wollte, muss fünf Jahre warten - zumindest um in den Ortsräten und im Gemeinderat mitmachen zu drüfen. Denn am Montag um 18 Uhr war Abgabeschluss.

Gestern Nachmittag zeichnete sich ab, dass insgesamt sieben Parteien und Gruppen ihr Angebot den Wennigsern unterbreiten wollen, wie sie Politik machen. Neben den bisherigen im Rat vertretenen Parteien SPD, CDU, Grüne und FDP tauchen auch drei neue Gruppen und Parteien auf.

Die Wählergruppe "Vielfalt, soziale Gerechtigkeit und Gemeinschaft" (VGG) mit der bisherigen Ratsfrau Christina Müller-Matysiak an der Spitze geht mit vier Bewerberinnen an den Start, die Piraten-Partei hat drei Kandidaten aufgestellt und auch die Alternative für Deutschland (AfD) tritt in Wennigsen mit zwei Bewerbern an.

Darüber hinaus gibt es offenbar für die Ortsräte einige Überraschungen. In Sorsum hat Sandra Niehoff (CDU) Unterschriften gesammelt, um als Einzelbewerberin in die Wahl zu gehen. Ihre Partei hatte keine Liste aufgestellt. Da die SPD vier Kandidaten aufgestellt hat und der Ortsrat fünf Sitze hat, kann die Wahl stattfinden. Ähnliches Bild in Argestorf. Hier hat sich zu den drei CDU-Bewerbern eine Freie Liste mit jüngeren Argestorfern gebildet. In Bredenbeck gibt es einen Bewerber der Piraten für den Ortsrat, in Wennigsen neben der VGG und den Grünen sogar zwei Kandidaten der Piratenpartei. Mit dem Bewerberaufgebot dürften alle Ortsräte auch zur Kommunalwahl am 11. September zugelassen werden.

Am Donnerstag tagt der Gemeindewahlausschuss und wird entscheiden, ob alle Bewerber und Gruppen zugelassen werden. Spannend dürfte der Wahlausgang in jedem Fall werden. Etwa drei Prozent der Stimmen werden für einen der 30 Sitze im Gemeinderat benötigt. Wenn eine Partei oder Gruppe beispielsweise neun Prozent der Stimmen bekommt - also drei Sitze -, aber nur beispielsweise zwei Bewerber hat, bleibt ein Sitz im Gemeinderat leer - das wäre eine Verkleinerung des Rates durch die Hintertür.

hug, 26.07.2016, 00:34
Redakteure CON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?