Politiker äußern sich zum Programm "Wennigsen 2020"

Wennigsen. 

Zur Kommunalwahl stellte CON den Politikern Fragen zu Themen, die die Gemeinde Wennigsen bewegen. Ab heute wird jeden Tag eine Frage mit den Antworten der Kandidaten veröffentlicht:

"Wie stehen Sie zu dem Programm Wennigsen 2020, dass 1.000 neue Familien nach Wennigsen bringen sollte? Braucht Wennigsen nicht dringend Wachstum, auch um über Steuereinnahmen den Haushalt ein wenig aufzubessern"

SPD:

"Neue Familien braucht Wennigsen sicher immer wieder, aber ob Wennigsen zusätzlich 1000 Familien verkraften kann, ist die Frage. Das wären circa 3.000 bis 4.000 weitere Bürger. Das bedeutet weitere Kitas, Schulen usw., aber auch mindestens 1.000 bis 1.500 weitere Fahrzeuge, die der Ort zu verkraften hat. Es ist ein Irrglaube, dass man mit vielen Familien die Finanzen der Gemeinde aufbessern kann. Für eine gute Versorgung muss viel Geld in die familiengerechte Infrastruktur investiert werden, welche sicher gut angelegt ist"

CDU:

"Dieses Programm, was die CDU auf den Weg gebracht hat, ist sehr wichtig um Neubaugebiete in allen Ortsteilen zu ermöglichen. Durch die Mehreinnahmen der Einkommenssteuer können wir unsere Schulden reduzieren."

Die GRÜNEN / Bündnis 90:

"Wennigsen ist ein zunehmend attraktiver Ort insbesondere für junge Familien mit Kindern. Innerörtliche Möglichkeiten müssen sondiert und genutzt und Baulücken geschlossen werden. Die GRÜNEN unterstützen die Umsetzung der aktuellen Siedlungsentwicklungsstudie und Ortsinitiativen, wie zum Beispiel den Dorfentwicklungsplan von Bredenbeck, um veränderten Lebenskonzepten, nicht nur im Alter, Rechnung zu tragen. Allerdings muss die dazu notwendige Infrastruktur mit im Auge behalten werden."

FDP:

"Ein plakativer Name eines Programms, das so einfach nicht umsetzbar ist. Grundsätzlich stimmen wir aber zu, dass Stillstand zu Rückschritt wird, da alle uns umgebenden Städte und Gemeinden massiv am Wachstum arbeiten. Und Wachstum wird auch Wennigsen brauchen, wenn es bei der Finanzlage irgendwann einmal einen Silberstreif am Horizont geben soll. Unsere Infrastruktur muss das aber verkraften können. Aktuell ist die teilweise in sehr schlechtem Zustand, so dass wir Gefahr laufen, ein Problem zu verkleinern, um dafür ein anderes zu vergrößern."

Wählergruppe "Vielfalt, soziale Gerechtigkeit und Gemeinschaft in Wennigsen":

"Wennigsen braucht ein Konsolidierungskonzept gegen die prekäre Finanzsituation. Hierzu ist der Zufluss von Einkommenssteuer durch neue Einwohner ein Baustein. 1000 neue Einwohner bis 2020 ist eine grobe Richtung, keine feste Zahl, die angesteuert wird. Im Detail muss genau betrachtet werden, ab wann die Kosten für eventuell weiter erforderliche Infrastruktur die Vorteile wieder neutralisieren oder gar umkehren. In Wennigsen sind schon in vielen Bereichen die Infrastruktur auf höhere Einwohnerzahlen ausgelegt (zum Beispiel: Feuerwehr, KGS), so dass soweit die Belastungen gegenüber den Vorteilen in den Hintergrund treten. Dass es tatsächlich 1000 Einwohner oder gar 1000 Familien bis 2020, also in vier Jahren, werden, scheint doch ein etwas zu ehrgeiziges Ziel zu sein."

AfD:

"Wennigsen hat in den letzten 20 Jahren etliche Baugebiete ausgewiesen. Hier stellt sich die Frage ob es zu Mehreinnahmen gekommen ist? Man sollte auch die notwendigen Kosten gegenrechnen (Infrastruktur, Unterhaltungskosten)."

jög, 02.09.2016, 10:02
Redakteure CON

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