Schleifbachhütte: Hinter dem Wiederaufbau stehen Fragezeichen

Wennigsen. 

Der Brand in der Schleifbachhütte am Samstagmorgen beschäftigt die Menschen in der ganzen Region. Zahlreiche Vereine und Gruppen haben das beliebte Selbstversorgungshaus mitten im Deister gerne als Unterkunft genutzt. "Zurzeit werden die Personen und Gruppen, die in den kommenden Wochen und Monaten die Hütte angemietet hatten, über den Brand informiert. Die Region prüft aktuell, ob es eine Ausweichmöglichkeit gibt", teilte Regions-Sprecherin Carmen Pförtner mit. Das Gebhäude und auch Grund und Boden sind im Eigentum des staatlichen Forstamts Saupark. "Die Liegenschaft ist seit 1963 durch den damaligen Landkreis Hannover gepachtet worden", erklärte Pförtner. Ob die Hütte jemals wieder aufgebaut wird, ist fraglich. Saupark-Forstamtsleiter Christian Boele-Keimer erklärte dazu: "Wir warten zuerst die Ermittlungen der Kriminalpolizei ab und werden dann überlegen, ob wir die Hütte wieder aufbauen".

Update: Wie die Polizei mitteilte, ist die Brandursache wohl gefunden: "Die Polizei geht derzeit von einer Undichtigkeit im Rauchabzug des Kamins als Brandursache aus. Hinweise für eine fahrlässige oder vorsätzliche Verursachung liegen aktuell nicht vor. Der entstandene Schaden wird auf 80 000 Euro geschätzt", erklärte Pressesprecher Mirko Nowack von der Polizeidirektion Hannover.

In einer älteren Version des Artikels hieß es noch: Die Schadenshöhe sowie die Brandursache sind derzeit unklar. Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes werden das Gebäude in dieser Woche untersuchen.

hug, Foto: Helge Jakob, 25.07.2016, 16:11
Redakteure CON

Kommentare

FrankMues - , 25.07.16 17:12:
Diese Hütte nicht wieder aufzubauen, wäre ein unwiederbringlicher Verlust für die Region Hannover. Generationen von Kindern und Jugendlichen aus Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Sportvereinen haben hier schöne Tage in der Natur verbracht. Und das System war einfach: wer Arbeitsstunden geleistet hatte, der durfte die Hütte auch nutzen. Mit dieser Lösung könnte man die Hütte wohl auch sehr kostengünstig wieder aufbauen. Es wäre ein großer Fehler, aus finanziellen oder anderen Gründen, dieses Musterbeispiel an Jugendarbeit einzustellen.

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