Trotz vorletzter Sitzung: Rat muss Ausschüsse neu bilden

Christina Müller-Matysiak (2. von links) und Claudia Förste-Menningmann (2. von rechts) gründen jetzt eine Gruppe im Rat, zur Kommunalwahl treten sie unter anderem auch mit Zeinab Outa (links) und Beate Paffrath-Müller (rechts) zur Wahl an.

Wennigsen. 

Heute Abend tagt der Rat der Gemeinde Wennigsen zum vorletzten Mal in dieser Wahlperiode. Am 11. September wird ein neuer Rat gewählt, außer der heutigen Sitzung ist nur noch eine Ratssitzung geplant. Und trotzdem muss sich der Rat heute vor dem Mega-Komplex "Klostergrund" erstmal mit sich selbst beschäftigen.

Die Ratsmitglieder Christina Müller-Matysiak (ehemals Grünen-Fraktion) und Claudia Förste-Menningmann (Linke) haben eine Gruppe gebildet. Damit sind sie genauso stark wie die FDP-Gruppe. In der Folge muss  nun der siebte Platz in jedem Ausschuss neu vergeben werden. In der Satzung des Rates steht auch, wie das geht: im Losverfahren zwischen FDP und der neuen Gruppe. Das Los zieht möglicherweise Ratsvorsitzender Peter Armbrust (CDU), der Ehemann von Christina Müller-Matysiak.

Auch wenn die Bildung der Gruppe in der vorletzten Ratssitzung natürlich das demokratische Recht ist, gibt es im politischen Raum mehr als nur eine hochgezogene Stirn. "So kurz vor der Wahl allen Beteiligten soviel Arbeit zu machen, die eigentlich überflüssig wäre, erzeugt bei mir Unverständnis. Und das für eine Rats- und zwei Ausschuss-Sitzungen", erklärte beispielsweise Ratsherr Hans-Jürgen Herr (FDP). Bis auf den siebten Ratssitz gibt es noch eine Änderung durch die Gruppengründung. Die Sprecherin der Gruppe erhält eine höhere monatliche Aufwandsentschädigung - das ist aber sicherlich nicht der Grund dafür.

jög, 16.08.2016, 11:40
Redakteure CON

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