Weinberg: 80 Häuser tagelang nicht erreichbar?

Bredenbeck. 

Die deutlich verzögerte Baumaßnahme der Landesstraße zwischen Bredenbeck und Linderte erfährt einen weiteren Höhepunkt. Ein Brief, der heute Mittag in die 80 Wohnhäuser in dem Wohngebiet eingeworfen wurde, hat es in sich. Von Dienstag, 27. September, bis Freitag, 30. September, können die rund 80 Familien (ca. 160 Autos) das Wohngebiet mit dem Auto weder befahren, noch verlassen. Auch in den angrenzenden Wohngebieten gibt es keine Chance, Autos zu platzieren. Die Siedlung "Weinberg" kann nur über die Straßenkreuzung "Weinberg" und "Am Brink", also die L389, die gerade saniert wird, erreicht werden. "Wir werden von der Außenwelt abgeschnitten", befürchten die Anwohner. "Am Ende der Straße ´Zur Pappelallee´ gibt es eine Feuerwehrzufahrt, die wir als Anwohner scheinbar nicht nutzen können oder dürfen, um dann über den anschließenden Feldweg auf die ´Wennigser Straße´ zu gelangen", wundert sich Anwohner Oliver Fuchs. "Die Sperrung stellt eine Gefahr für unser Hab und Gut und unser Leib und Leben dar, da vielleicht benötigte Rettungskräfte im Notfall gar nicht zu uns finden und die Feuerwehrzufahrt viel zu schmal für schwere Fahrzeuge ist, ein PKW dürfte gerade so durchpassen", ist Fuchs irritiert. Firmen-Inhaber Christian Österreicher, der mit seinem IT-Unternehmen in der Siedlung ansässig ist, erklärt: "Ich lasse von einem Anwalt derzeit Schadensersatzansprüche prüfen. Ich habe Installationsaufträge für Serverschränke, die ich derzeit nicht umplanen kann. Die Ware steht bereits hier und wiegt mehrere hunderte Kilo. Wo soll ich die Ware zwischenlagern, damit ich sie ausliefern kann?", zeigt Österreicher weitere Probleme auf. Seitens der Gemeinde Wennigsen bekam ein anderer Anwohner die Mitteilung, dass man damit nichts zu tun habe, der Straßenbau dort sei Landessache.

Auch Bredenbecks Feuerwehr-Chef Sven Lührs ist überrascht: "Ich höre das zum ersten Mal, wir wurden bisher darüber gar nicht informiert. Wie wir im Gefahrenfall dann das Gebiet anfahren sollen, kann ich im Moment nicht beantworten. Ich werde am Montag bei der Gemeindeverwaltung nachfragen, wie man sich das dort vorstellt."

hug, 23.09.2016, 14:02
Redakteure CON

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