Weinberg: Behörden reagieren zügig

Bredenbeck. 

Der Aufschrei aus der Bevölkerung und die Berichterstattung bei CON haben am Montag zu schnellen Reaktionen geführt. Eine im Auftrag der Landes-Straßenbau-Behörde tätige Baufirma hatte am Freitag Zettel verteilt, dass die einzige Zuwegung zum 80-Familien-Wohngebiet Weinberg in Bredenbeck von Dienstag bis Freitag komplett gesperrt werde. Die Feuerwehr probierte noch am Freitagabend erfolglos alternative Zufahrten zu dem Gebiet aus.

Am Montagmorgen unternahm die Gemeindeverwaltung Nachfragen bei der Region als Untere Straßenverkehrsbehörde: "Diese Vollsperrung ist nicht angeordnet und darf daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollzogen werden", lautete die Antwort der Region an den Bürgermeister. "Neben der Gemeinde war auch die Straßenverkehrsbehörde nicht informiert", teilte Regions-Sprecher Klaus Abelmann mit. Auch die Landesbehörde meldete sich am Montag auf CON-Nachfrage zu Wort: "Um eine qualitativ hochwertige Ausführung der Arbeiten zu erreichen, ist es technisch erforderlich, die Asphaltschichten in einem Zuge ohne Handeinbauflächen und Arbeitsnähte herzustellen. Dies bedingt eine zeitweise Sperrung der Einmündung in das Wohngebiet".

Allerdings ist längst nicht mehr die Rede von einer mehrtägigen und schon gar nicht mehr von einer durchgehenden Sperrung. Nun wird die Straße am morgigen Dienstag von 15 bis 17 Uhr sowie am Donnerstag und Freitag jeweils von 8 bis 13 Uhr gesperrt werden. "Während der Abkühlphase ist ein Befahren im Notfall nur durch Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst möglich", teilte Rolf Hatesohl von der Landesbehörde mit.

Am Dienstagnachmittag wird ein Haftkleber im Einfahrtsbereich aufgetragen, am Mittwoch erfolgen Profil-Ausgleich-Arbeiten an der Strecke zwischen Bredenbeck und Holtensen, die keine Auswirkungen auf die Einfahrt haben. Am Donnerstag ab 8 Uhr wird mit dem Auftragen der Binderschicht im Einmündungsbereich zum Weinberg begonnen, am Freitag folgt dann die Deckschicht. Hatesohl rechnet an beiden Tagen mit einer maximalen Sperrung bis 13 Uhr. "Wenn das Material früher ausgehärtet und abgekühlt ist, geben wir die Strecke natürlich schon früher wieder frei", verspricht er.

Ein wesentliches Problem sei, dass die Gemeinde nur eine Zufahrt zu dem Gebiet errichtet habe. "Auch eine Zufahrt über die Einmündung Am Schönen Hoope - Zur Pappelallee ist nicht möglich, da wir nur Minuten nach den Arbeiten an der Ecke Am Brink - Weinberg auch dort tätig werden", erklärt Hatesohl. Eine Zuwegung über einen Feldweg von der Wennigser Straße zum südwestlichen Bereich der Pappelallee hatte die Feuerwehr am Freitag überprüft. Durch den Bau eines Zaunes und einer Straßenlaterne ist das Passieren für Rettungsfahrzeuge dort allerdings nicht (mehr) möglich, wohl aber für PKW. Sprecher Klaus Abelmann: "Es soll versucht werden zu klären, ob der Wirtschaftsweg von der L 390 abgehend und der Bereich „Zur Pappelallee“ als Durchlass genutzt werden kann. Was genau passiert, ist aber noch lange nicht entschieden. Morgen Vormittag findet nach Aussagen von Regions-Sprecher Klaus Abelmann zunächst erstmal eine Bau-Besprechung vor Ort statt.

Am 7. Oktober jedenfalls soll der Zauber zu Ende sein: "Die Strecke zwischen der B217 und Bredenbeck wird voraussichtlich ab dem 7. Oktober wieder freigegeben", heißt es in einer Mitteilung der Straßenbehörde. Dafür geht es dann auf der anderen Seite der B 217 weiter: "Im Bauabschnitt zwischen Linderte und der B217 werden im Zuge der L 389 Decken- und Radwegsanierungsarbeiten sowie Reparaturen der vorhandenen Entwässerungsrinnen durchgeführt. Eine Umleitung erfolgt über die B217, K228 Vörie oder K227 Bennigsen. Der Bahnhof Linderte sowie der Obsthof Zabel werden je nach Baufortschritt entweder von Linderte oder Holtensen erreichbar sein. Fußläufig wird der Bahnhof Linderte immer erreichbar sein.

hug, 26.09.2016, 14:29
Redakteure CON

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